Arbeit macht frei

In meinem Berufsleben lernte ich 4 Personen kennen, die sich zu Tode schuften durften:

1. In meiner Ausbildung wurde ein Kollege 65 Jahre alt und musste in Rente. Er meinte zu mir, dass er seit seinem 15. Lebensjahr arbeitete und sich nun zu Tode langweilt.
Ständig kam er uns besuchen oder fragte meinen Chef, ob er nicht etwas Arbeit für ihn hätte. Wenige Wochen später verstarb er. Auf der Beerdigung waren nur Firmenangehörige.
2. Ein Arbeiter der Nachbarsfirma (Gas-und Wasserinstallateur) fiel Morgens um kurz nach 8 Uhr einfach um und landete im Versorgungsschacht. Der Totenschein belegte ein -> Herzinfarkt!
(um die 40 Jahre alt.)
3. Mein Kollege Jürgen verstarb mit etwas über 50. Sein Arzt warnte ihn schon immer: Er solle mit seinem Herzproblemen eine Stufe runter schalten. Nicht so viel Stress!
Er aber machte lieber Überstunden und arbeitete nebenbei bis spät in die Nacht Schwarz. Eines Tages wachte er nicht mehr auf!
4. Unser Werkstattleiter drehte durch, dann wurde er dazu verdonnert Antidepressiva zu schlucken. Ich erkannte ihn nicht wieder. Ständig schaute er auf die Uhr wann er seine Tabletten (die immer Griffbereit neben ihm lagen) nehmen muss.
Irgendwann kam er nicht mehr. Wir erfuhren, dass er sich sein Leben nahm!

Arbeit macht frei.

 

Ja, der Mensch ist Wahnsinnig – zu der Erkenntnis kam auch schon Charlton Heston. 😉

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