Nach dem aufwachen heute Morgen, fragte ich mich:
„Wieso hat sich eigentlich die #Internet Zugangs-Bandbreite in den Jahren von 1990-2000 um den Faktor 1000x erhöht, aber seit 2000-2010 nur um das 100x fache ?“
Im welchem Jahr, war welche Internet Bandbreite hier in Deutschland üblich? Hier meine persönliche Auflistung:
1990: Akustikkoppler mit 2400 Baud (0.3-2.4kbit/s) – Dieses Teil durfte ich zum ersten mal bei einem Bekannten benutzen.

1995: Analog Modem V.34 33 kbit/s -damals war ich stolz eines zu besitzen. Ganz nebenbei benutzte ich aber auch Packet Radio über CB-Funk mit AX.25 Protokoll und 1200 Baud, da mir die ständige Interneteinwahl mit 3,60.-DM/h kostenintensiv zu Buche schlug.
2000: aDSL mit 786 kbit/s – 1 Mbit/s -welch Quantensprung ! (ganze Filme konnte man sich damit herunternuckeln)
2003: aDSL bis 3000 kbit/s und sDSL mit max. 2000 kbit/s bei QSC für 39€/Monat
2005: aDSL2+ mit ca. 16.000 kbit/s bei der Telekom oder Hansenet (Alice)

2006: endlich VDSL2 mit 51.384 kbit/s (also FFTC) für 86€/Monat
2010: Dank DOCSIS 3 100.000 kbit/s bei meinem Bruder mit Kabel Deutschland gesichtet (für 29€/Monat)
(Allerdings verbrauchen ein NGN doppelt so viel Strom wie bei VDSL2)
2012: Das Giganetz 200.000 kbit/s (FTTH) wird bei uns in Hannover in Betrieb genommen
Fazit:
Zwischen den Jahren 1990-2000 hat sich die mögliche Bandbreite um den Faktor 1000x erhöht!
Zwischen den Jahren 2000-2010 erhöhte sich die Internet Bandbreite aber nur um das 100x.
Was geht in den Jahren 2010-2020 ? dem Trend zufolge erhöhen sich dann die Bandbreiten ja nur um das 10x ?
Werden ständig steigende Bandbreite für End-Benutzer nicht mehr als relevant angesehen, da immer mehr Daten in die Cloud verschwinden ?
Eines ist jedoch sicher: Natürlich macht das Internet süchtig. Weil es geil ist. Das Leben macht ja auch süchtig.

Ich behaupte mal es liegt daran das es immer schwieriger wird mehr aus der Kupfer-Doppelader rauszuholen, oder mit anderen Worten: bessere & schnellere Technologien/Standards zu entwickeln braucht mehr Zeit.