Wie wird Software/werden Anwendungssysteme entwickelt?
1. Die Entwicklung von Software/Anwendungssysteme unterteilt sich in verschiedene
Planungsphasen
2. erst wird Projekt geplant / kalkuliert danach startet die eigentliche Entwicklung
3. die Planungsphase lässt sich in Teilphasen unterteilen
Programmierarten
Ad-hoc-Basis – keine Dokumentation, keine Struktur, individuelle Programmiersprache
Anwendungsgebiet Hobbyprogrammierer verwirklichen ihre Ideen
Vorteile individuell, keine Vorgaben, kein Zeitstress
Nachteile keine Dokumentation, schwer überschaubar bei größeren Programmen
in durchdachter Form – Programmvorgaben in dokumentierter Form
Anwendungsgebiet Computerspezialisten schaffen kleinere, voneinander unabhängige Programme
Vorteile Dokumentation, individuell
Nachteile nicht strukturiert, hoher Zeitaufwand bei geringer Planung
Software – Engineering – nutzbringende Form, für Verkauf, langer Entwicklungsprozess
Anwendungsgebiet berufsmäßige Programmierer/ Informatiker prog. Spez. Software
Vorteile große Programme werden schneller fertig, gute Dokumentation
Nachteile hoher Aufwand (Personal, Zeit, Ressourcen), knappe Zeitvorgabe
Merkmal und Schritte der Planungsphasen
einzelne Tätigkeiten sind u.a. Auswählen des Produktes vor dem Hindergrund
des Marktes, Untersuchungen des Produktes auf seine qualitative Ausstattung,
Untersuchung der Durchführbarkeit in technischer und personeller Hinsicht sowie
Untersuchung der ökonomische Durchführbarkeit
Ergebnis der Voruntersuchung mündet in einem groben Pflichtenheft, einem
Funktionshandbuch, in dem die Hauptfunktionen enthalten sind, einem
Benutzerhandbuch mit den Grundkonzepten der Benutzerschnittstellen und
einem Projektplan
einsetzen von verschiedenen Werkzeugen
Phasen des Software Engeneerings
Analyse
Problemanalyse, Planung
Definition
Anforderungsdefinition, Prämissen für die Realisierung
Entwurf
Architektur, Komponenten, Schnittstellen
Implementierung
Codierung / Generierung
Abnahme / Einführung
Übergabe, Abnahmetest, Installation, Schulung, Inbetriebnahme
Wartung (ergibt sich nach der Fertigstellung)
Fehlerbeseitigung, Änderungen, Optimierung
Top Down Methode
Vom Groben zum Feinen bzw. von oben nach unten.
Vorteile: Konzentration auf das wesentliche möglich
Erkennen der Struktur und von Zusammenhängen
Entwicklung des Produkts in die gewünschte Richtung
Nachteile: Hohes Abstraktionsvermögen erforderlich
Verschieben unbequemer Entscheidungen in die unteren Ebenen
top nicht immer eindeutig zu bestimmen
Bottom Up Methode
Vom Feinen zum Groben bzw. von unten nach oben.
Vorteile: Ausgangsbasis konkret
Begrenzung auf konkrete Teilgebiete
Nachteile: Entwicklung des Produkts unter Umständen in die falsche Richtung
Breite Basis erforderlich
Übergeordnete Strukturen nicht immer erkennbar
Modellmethode
Konstruktion von Modellen und das arbeiten mit Modellen zum Erwerb neuen Wissens.
Methoden und Werkzeuge zur Entwicklg von Lösungskonzepten!
Bevor man die Methoden nutzen kann muss man nach Prinzipien vorschreiten.
Prinzipien: Abstraktion
Strukturierung
Hierarchisierung
Modularisierung
Lokalität
Mehrfachverwendung
Standardisierung
Integrierte Dokumentation
Konstruktive Voraussicht und methodische Restriktion
Abstraktion: Verallgemeinerung, man sieht von Besonderheiten und Einzelheiten ab
Strukturierung: Offenlegung der wesentlichen Merkmale und des Charakters eines Systems
Hierarchisierung: hängt mit Strukturierung zusammen; bildet eine Struktur aus Über- und
Unterordnung; bringt Elemente eines Systems in eine Rangordnung
Modularisierung: zerlegt System in funktionierende Teilsysteme, die über festgelegte
Schnittstellen mit anderen Modulen verbunden sind
Lokalität: Ein Maß, wie schnell alle wichtigen Infos zu einer Problemstellung zu finden sind
Mehrfachverwendung: Softwareprodukte oder Teilprodukte sollten dafür entwickelt werden
Standardisierung: verlangt Vorhandensein eines einheitlichen Regelwerks, an das sich alle
Beteiligten bei der Erstellung eines Produktes halten müssen
Integrierte Dokumentation: bedeutet das Verfassen einer Dokumentation parallel zur Software
Entwicklung
Konstruktive Voraussicht: berücksichtigt mögliche Anforderungen späterer
Entwicklungsphasen und bedeutet das sorgfältige,
vorausschauende Planen aller Handlungen
Methodische Restriktion: erlaubt in jeder Entwicklungsphase die Anwendung nur der
Prinzipien oder Methoden, die eine erfolgreiche Fortsetzung der
Arbeit zulassen
bis dahin…
MfG roc…