Auch wenn ein Antrag abgelehnt wird, so hat er doch eine Wirkung.
Noch besser, wenn er am Ende, zu dem gewünschten Ergebnis führt.
Folgende Anträge für die VorstandSitzung der Piratenpartei in Hannover, wurden von mir am 21.6.2012 eingereicht:
„Jeder Stammtisch soll entsprechend seiner geographischen Lage bzw. nach dem/n entsprechenden Stadteil/en benannt werden.“
Der Stammtisch „Nord“ ist ein Stammtisch für List und Vahrenwald und sollte folgerichtig in Stammtisch „List-Vahrenwald“ umbenannt werden.
Begründung:
Bürger landen regelmäßig in der List, weil sich der dortige Stammtisch irreführenderweise „Nord“ nennt,
obwohl sie mit dem Bezirksrat aus Hainholz sprechen wollen, der dort nicht anzutreffen ist, sondern in „Nordstadt-Mitte“.
Ferner hieß der Stammtisch vor dem 22.11.2011 im Terminplaner auf unserer Webseite noch „Vahrenwald-List“.
Anhang von Thomas Grote:
Um eine vernünftige Außenwirkung für Bürgernähe zu erzielen, sollte der Name des Piraten-vor-Ort-Stammtisches auch dem des Stadtteiles
entsprechen.
Sollte der Vorstand nicht zustimmen, wird er (Thomas Grote) dem Stammtisch in der List persönlich einen Kompass zur Verfügung stellen.
Außerdem würden wir uns dafür einsetzen, dass der Stammtisch „Langenhagen“ demnächst „Lehrte“ heißt.
Anhang vom Bezirksrat Mitte (Michael Sylvester):
Die Stammtische sollten so wie im Beschluss „Dezember/November 2011“ (TelKo) dem Stadtteil entsprechend benannt werden, in dem
auch die Bezirksratsgrenzen liegen.
Wortlaut: …nach den kommunalen Grenzen der Stadtbezirksräte.
Beschluss: 12-06-21#073 0 Ja 6 Nein 0 Enthaltung
11.2.2 Gegenantrag Bezeichnung Stammtische
Von: Benedikt Schnur
Antragstext: Jeder Stammtisch darf sich so nennen wie er möchte. Der Vorstand empfielt den Stammtischen unbedingt, sich bei der eigenen
Benamung auf die Bezeichnung des jeweiligen Orts-/Stadteilen bzw. Stadtbezirk zu beziehen in dem er stattfindet.
Begründung: should > must
Beschluss: 12-06-21#074 5Ja 0 Nein 1 Enthaltung
Resultat / Ergebnis:
Viel Gelächter und fast 30 Minuten Diskussionen !
Sogar Alan (vom Stammtisch List) stimmte meinen Antrag zu.
Jörg möchte seinen Stammtisch nun plötzlich doch „freiwillig“ umbenennen.
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„Hiermit stelle ich den Antrag, dass teilnehmende Personen vom Vorstand im VoSi-Protokoll festzuhalten sind und jeder Teilnehmer am Protokoll mitschreiben darf, ohne das zeitgleich oder im Nachzug Zensuren oder Löschungen- insbesondere vom Vorstand – vorgenommen werden.“
Begründung:
eigenmächtig gelöscht und zensiert.Außerdem wurde uns an o.g. Tag untersagt, festzuhalten, wie viele Teilnehmer anwesend sind.
Kurz darauf wurde von „virtuellen“ Gästen auf Twitter und im Chat des Protokoll-Pads gefragt, wie viele Personen anwesend sind. Stunden nachdem die VoSi zuende war, änderte Steven die Zeile des Protokollführers von „alle“ auf „Steven Maaß„.
Beschluss: 12-06-21#067
Stimmen: 0 Ja 4 Nein 1 Enthaltungen
3.2 Gegenantrag -> VoSi Ergebnisprotokoll
Von: Benedikt Schnur
Antragstext: Hiermit beantrage ich, dass Vorstandssitzungen nur als Ergebnisprotokoll aufgenommen werden. Besucher der Vorstandssitzung
sowie Diskussionen sind nicht zu protokollieren. Der Protokollant muss zu Beginn der VoSi explizit bestimmt werden, vorzugsweise ein Mitglied
des Vorstands (also nicht „alle“).
Ebenfalls muss das Protokoll nach der Genehmigung bei der nachfolgenden Vorstandssitzung revisionssicher (z.B. im Wiki) abgelegt werden.
Begründung: Es ist eine Vorstandssitzung, kein Aktiventreffen oder andere Diskussionsrunden. Dass der Vorstand sich vor seiner Beschlussfassung der Diskussion der anwesenden Gäste stellt ist durchaus positiv, interessant sind aber nur die gefassten Beschlüsse. Bei der durchaus wichtigenDokumentation der Beschlüsse „verderben“ meiner Meinung nach „zu viele Köche den Brei“.Wer per Twitter gefragt wird wie viele Besucher da sind kann ja auch gerne per Twitter antworten.
Beschluss: 12-06-21#068
5 Ja 0 Nein 0 Enthaltungen 0
Resultat:
Die gestrige VoSi war ein ganz großes abgekartetes Schauspiel mit dem Verwurf Deiner o.g. Anträge und der Widersprüchlichkeit eines Vorstandmitglieds, der seinen eigenen zuvor noch auf dem Stammtisch getätigten Vorschlägen widerspricht. William Shakespear hätte es nicht besser auf die Bühne bringen können.
Wie zu erwarten, keine Einsicht vom Vorstandsvorsitzenden samt VoSi-Anhang, Anstalten zu machen, irgendwas an der Protokollführung zu ändern, da er allein die Maßstäbe anlegt und die Kriterien bestimmt.
Die erwirkte freiwillige Stammtischbenennung ist zwar recht lax gehalten, aber nur eine halbseidene Lösung, solange die Namensgebung nicht eineindeutig ist, dass zukünftige Piraten und Gäste sich nicht verlaufen. Soll Jörg seinen sog. Stammtisch „Nord“ ruhig „Timbuktu“, „Belmopan“ oder „Burkina Faso“ benennen, Hauptsache sie führt nicht zu Irritationen.
O-Ton eines Neupiraten, der erstmalig eine VoSi besucht: „Mitbestimmung ist hier nicht ersichtlich!“
Das Gute ist, dass er ein „Neuer“ ist und daher das Ganze unbefangen und objektiver als jeder von uns beurteilen kann.
Wenn schon er das sagt…
Die meisten sind durch die etablierten Strukturen und Abläufe schon wie in einem Deliriumszustand gefangen und betäubt, dass sie wenig Grund sehen, sie anzuprangern, geschweige ändern zu wollen.
Positive Aspekte: Es gibt es nun allen berechtigeten Grund, diese Missstände zu offenbaren, und es tut sich was in Sachen Namensänderung der Stammtische.
Negative Aspekte: Die Führung des Protokolls wird gewiss beim Alten bleiben, im gleichen Maße die Einsicht und Vernunft des Vorstandes, was wohl in mangelnder Erkenntnislosikeit oder chronischer geistiger Umnachtung begründet ist.
Beste Grüße
Floh