In Longhorn enthaltenes Theme "Aero Glass" kann nach Angaben des leitenden Produkt-Managers Greg
Sullivan dreidimensionale Grafiken mit Schatten und transparenten
Bereichen darstellen, benötigt jedoch eine Grafikkarte mit mindestens
64 Megabyte Speicher, DirecX-9.0-Unterstützung und AGP-4X-Support. Der
"Aero"-Modus kommt mit 32 Megabyte Grafikspeicher aus, bietet jedoch
weniger 3D-Funktionen. Anwendern, die weniger leistungsfähige Hardware
besitzen, bleibt lediglich die "Classic"-Oberfläche, die gegenüber
Windows 2000 oder der klassischen Ansicht unter Windows XP kaum
Neuerungen bietet.
Allerdings ist es fraglich, ob Besitzer schwachbrüstiger PCs,
deren Grafikchips keine 3D-Funktionen unterstützen, Longhorn überhaupt
nutzen können. Experten zufolge liegen die optimalen
Systemvoraussetzungen bei einer Dual-Core-CPU mit vier bis sechs
Gigahertz Taktrate, 2,0 Gigabyte RAM und einem Terabyte (1024 Gigabyte)
Festplattenkapazität. Neben Ethernet- und WLAN-Schnittstelle (Wireless
LAN 802.11g) sehe das PC-Design eine Grafikkarte mit dreifacher
Leistung heutiger Komponenten vor – und lässt damit selbst aktuelle
Highend-Gaming-PCs alt aussehen. Die Mindestanforderungen pendeln sich
vermutlich bei einem Gigabyte RAM und 300 bis 500 Gigabyte Plattenplatz
ein.
Zudem will Microsoft in Longhorn VoIP-Funktionen (Voice over
IP) integrieren. Anwender müssen lediglich ein Headset einstöpseln um
diese zu nutzen, sagte Paul Erickson, Development Manager for Windows
Communications. Bei eingehenden Anrufen soll das System automatisch ein
Fenster einblenden, in dem Gesprächsnotizen vermerkt werden können.
Außerdem lassen sich dort alle bereits hinterlegten Aufzeichnungen zum
Gesprächspartner abrufen, sagte Erickson. Die Gesprächsnotizen seien
zudem auch über das E-Mail-Programm und den Instant Messenger
erreichbar.
Links:
Bilder und Fakes von Longhorn
Der XP Nachfolger Windows Longhor, wie sieht es aus?
Longhorn kommt später als geplant
Mehr Kontrolle über externe Speicher
Zitate:
DRM (die MS-Version von TCPA) wird sich in Lonhorn noch abschalten lassen. Sollte es einmal eine Hardware geben, die nur mehr mit TCPA läuft, werde ich sie boykottieren. Zum Thema Windows vs. Linux: Linux ist ein insgesamt besseres und stabieleres Betriebssystem, nur leider ist es sehr kompliziert und außerdem gibt es viele Bereiche, wo für Linux noch nicht genug Anwendungen vorhanden sind (z.B. Spiele). Wie stabil und schnell die graphische Oberfläche ist kann man nicht verallgemeinern, das hängt von der Distribution aus.
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Warum befindet sich der Befehl "Beenden" unter "Start"?
Hier die Erklärung:
Das Startmenü hieß ursprünglich System-Menü. Statt "Start" war auf
der Schaltfläche nur das Windows-Logo. Hier gab es also noch keinen
Widerspruch zum "Start – Beenden".
Ende 1993 kam ein neuer Designer ins Shell-Team, der die Aufgabe
hatte, sich über das System-Menü nochmals Gedanken zu machen (den
Namen habe ich jetzt nicht parat). Dieser Designer hatte bei dem
Behavioristen B.F. Skinner in Harvard studiert. Während seines
Studiums hatten Skinner und er beobachtet, dass der allererste
Schritt/Auslöser in einem Aktionsablauf der wichtigste ist. Ist
dieser klar, ergeben sich alle weiteren Schritte meist überraschend
einfach, der Mensch kann dann den Handlungsstrang meist problemlos
zuende führen. Ist dieser aber nicht klar, scheitert oft eine
geplante Aktion vollständig.
Diese entscheidende Erkenntnis, nämlich dass der erste Schritt, der
Startpunkt, so wichtig ist, führte bei diesem Designer dazu, einen
unübersehbaren zentralen Auslösungspunkt für die Arbeit mit Windows
zu entwickeln – so kam er auf die Idee mit dem "Start". "Start"
sollte jedem Windows-Neuling klar machen: Genau das hier ist der
erste Schritt.
Usability-Tests ergaben nach der Umbenennung des System- in
Start-Buttons (mit Beschriftung), dass die Testpersonen selbständig
und viel schneller erkannten, was Sie tun mussten, um irgendetwas in
"Chicago" zu erreichen. Das Konzept des Designers war aufgegangen.
Leider übersah er dabei, dass "Beenden" jetzt in Verbindung mit
"Start" nicht mehr logisch scheint (es ist es aber vom
behavioristischen Ansatz her).
Diese Diskrepanz wurde später dem Designer auch innerhalb von
Microsoft oft zum Spaß vorgehalten, z.B. in Meetings usw. Dieses
logische Problem ist also innerhalb Microsoft ebenfalls bekannt, aber
"Start – Beenden" hat sich in der Praxis für den User dennoch
bewährt, daher wird es beibehalten.
Role