Auflistung
der Hayes Modem AT Befehle
Der AT-Befehlssatz wurde vom
amerikanischen Modemhersteller Hayes entwickelt und ist heute der Standart für
alle Modems. Einige Hersteller erweitern ihre Modems mit speziellen Befehlen /
Kommandos diese sind in der Dokumentation der einzelnen Geräte erklärt.
Jeder Befehl wird mit AT (Attention)
eingeleitet, z.B.: ATZ9.
AT-Befehlssatzreferenz:
| Befehl: | Kurzerklärung: | Hinweise: |
| Allgemeine Befehle: | ||
| AT | Beginn jeder Befehlsfolge | Wenn Sie nur AT eingeben, passt sich das Modem automatisch auf die vom Terminalprogramm vorgegebene Geschwindigkeit an. Beachten Sie die Herstellerangaben. |
A/ |
Letzten Befehl wiederholen | Wiederholt das zuletzt eingegebene AT-Kommando. Achtung: kein AT voranstellen bzw. <Enter> drücken. |
+++ |
Aus Verbindung in den Befehlsmodus wechseln (1 Sekunde Pause lassen) | |
0 |
Schaltet in den Onlinemodus zurück | |
| Wählbefehle: | ||
A |
Ankommenden Anruf beantworten (ATA) |
Mit diesem Kommando hebt das Modem ab, um eine Verbindung mit dem anrufenden Modem herzustellen. Wird nach einer einstellbaren Zeit kein Signal erkannt, legt das Modem wieder auf. |
|
D |
Wähl-Befehl (ATD) | Es können folgende Zeichen nach der Wahlfunktion und vor der Telefonnummer verwendet werden: <>P = Puls-Wahl (analoges Telefonsystem) <>T = Ton-Wahl (digitales Telefonsystem) <>W = Freizeichen von der Amtsleitung abwarten <>, = zwei Sekunden Pause |
| H | Modem auflegen / abheben (ATH) | Modem auflegen / abheben
<>H0 = Modem legt auf, die <>H1 = Modem hebt ab |
| Optionen bei der Wahl: |
||
P |
Pulswahl | |
T |
Tonwahl | |
|
R |
Wählen und in Antwort-Modus schalten | |
W |
Auf ein Freizeichen beim wählen warten | |
, |
Wählpause von 2 Sekunden | |
! |
Flash-Signal geben (für ISDN TK-Anlagen) |
|
/ |
Pause von 1/8 Sekunde | |
; |
Schaltet nach dem Wählen in den Befehls-Status zurück | |
| Lautsprecher Kommandos: |
||
| L | Lautstärke (ATL) | Lautstärke des Lautsprechers: |
L0 |
Lautstärke fast ganz stumm | |
L1 |
Lautstärke leise | |
L2 |
Lautstärke mittel | |
|
L3 |
Lautstärke laut | |
| ATM | Lautsprecher-Steuerung | |
M0 |
Lautsprecher ausschalten | |
M1 |
Nur bis zum Connect einschalten | |
M2 |
Lautsprecher ist immer eingeschaltet | |
| M3 | Lautsprecher nach dem Wählen der letzten Ziffer einschalten und sofort nach dem Verbindungsaufbau ausschalten |
|
| Modem-Antworten beinflussen: |
||
| ATQ | Rückmeldungen des Modems | |
Q0 |
Antworten geben | |
Q1 |
Keine Antworten geben | |
| ATV | Systemmeldung des Modems als Zeichenkette oder Zahl senden <>V0 = Numerische Antworten <>V1 = Antworten im Klartext |
|
| S-Register-Befehle: |
||
| ATS | Setzen der internen Modemregister |
|
| Sn? | Der im Register Sn gespeicherte Wert wird ausgegeben | |
Sn=m |
Register auf den Wert m setzen | |
S0 |
Anzahl der Klingelzeichen, bevor das Modem ankommende Anrufe beantwortet. Bei dem Standardwert 0 antwortet das Modem nicht, sondern wartet auf den Befehl "AT A" Beispiel: ATS0=2 ; Modem |
|
S1 |
Anzahl der Klingelzeichen, die bislang eingegangen sind | |
S2 |
ASCII-Wert, der anstatt des Pluszeichens für das Umschalten in den Befehls-Modus verwendet werden soll("+++") |
|
S3 |
"Wagenrücklauf"-Zeichen (ASCII Wert 13) | |
S4 |
Zeilenvorschub-Zeichen (ASCII Wert 10) | |
S5 |
Lösch-Zeichen(ASCII Wert 8) | |
S6 |
Anzahl der Sekunden, die das Modem auf den Wählton wartet | |
S7 |
Anzahl der Sekunden die das Modem auf den Verbindungsaufbau wartet | |
S8 |
Zeit, die das Modem je Kommazeichen im Anwahlbefehl wartet | |
S9 |
Zeit in 1/10-Sekunden, die ein Carrier vorhanden sein muß, bevor das Signal erkannt wird |
|
|
S10 |
Zeit in 1/10-Sekunden, bevor das Modem nach Carrier-Verlust auflegt
Beispiel: ATS10=8 ;
|
|
S11 |
Zeit in Millisekunden für die Dauer der Töne und Pausen bei der Tonwahl | |
S12 |
Zeit in 1/50-Sekunden für die nötige Pause vor und nach "+++" | |
| Zusätzliche Befehle: |
||
B0 |
ITU-Standard verwenden, nur für 300- und 1200-BPS-Geräte | |
B1 |
Bell-Standard verwenden, nur für 300- und 1200-BPS-Geräte | |
| ATE | Echo | |
E0 |
Befehlsecho ausschalten | |
E1 |
Befehlsecho einschalten | |
F0 |
Halbduplex-Modus wählen | |
F1 |
Vollduplex-Modus wählen | |
| ATX | Modem-Verhalten beim Verbindungsaufbau siehe X0 bis X6 nachfolgend
|
|
X0 |
Nicht auf Wählton warten und nicht auf Besetzt-Zeichen reagieren | |
X1 |
Wie X0, aber mit detaillierten Antworten | |
X2 |
Auf ein Freizeichen warten und nicht auf Besetzt-Zeichen reagieren | |
X3 |
Nicht auf Frei-Zeichen warten und auf Besetzt-Zeichen reagieren; sollte bei Nebenstellenanlagen verwendet werden, um das Warten auf ein Freizeichen der Amtsleitung zu vermeiden |
|
X4 |
Auf Freizeichen warten und auf Besetzt-Zeichen reagieren | |
| X5 | Modem wählt und meldet Connect (Geschwindigkeit), Busy (belegt), Voice (Telefon anstatt eines Modems an der Gegenstelle) |
|
| X6 | Modem wartet auf Freizeichen, wählt und meldet Connect, Busy, Voice |
|
|
Y0 |
Automatisches auflegen ausschalten | |
Y1 |
Automatisches auflegen einschalten | |
| ATZ | Rücksetzen auf die Grundeinstellungen im Speicher des Modems (Modem-Befehle für Datenkompression und Fehlerkorrektur) |
|
Z |
Modem zurücksetzen und Standard-Profil laden
Beispiel: ATZ9 = Neustart des
|
|
| Erweiterte AT-Befehle: |
||
| AT&C | entspricht AT&C0 | |
&C0 |
DCD-Signal dauerhaft einschalten (default) |
|
&C1 |
DCD-Signal nur bei aktiver Verbindung einschalten | |
&D0 |
DTR-Signal ignorieren | |
|
&D1 |
Das Modem reagiert als empfänge es das ESCAPE (+++) Kommando, wenn DTR low wird |
|
| &D2 | Das Modem reagiert als empfänge es das Trennen (ATH) Kommando, wenn DTR low wird |
|
| &D3 | Das Modem reagiert als empfänge es das Reset (ATZ) Kommando, wenn DTR low wird |
|
&F |
Modem auf Fabrikwerte zurücksetzen | |
&R0 |
CTS-Signal setzen, wenn RTS-Signal gesetzt ist | |
|
&R1 |
CTS-Signal immer setzen | |
&S0 |
DSR-Signal immer setzen | |
&S1 |
DSR-Signal nur dann setzen, wenn das Modem online ist | |
&W |
Konfiguration im Modem speichern | |
&Z |
Modemeinstellungen auf die zuvor gespeicherten Werte zurücksetzen |
|
| %C | Datenkompression ein/aus
<>C0 = Datenkompression <>C1 = Datenkompression |
|
| /N | Fehlerkorrektur ein/aus
<>N0 = Fehlerkorrektur <>N3 = Fehlerkorrektur |
|
***************************************************************************************************************
*
Beispiel am Terminaladapter TA mini+ von Philips
*
PHILIPS TA mini+
selftest: no error
OK
AT%Lxxxx
Passworteingabe
R/W access
OK
OK
ATI
Ausgabe der Hilfeseite
AT.. – prefix A/ – repeat last command
ATA – connect incoming call ATD – dial command
ATE – echo mode ATH – disconnect
ATI – information ATO – connect
ATQ – surpress feedback ATS – read/write S register
ATV – feedback verbal/numeric ATX – extended output format
ATZ – load stored profile AT&C – DCD mode
AT&D – DTR mode AT&F – load factory setting
AT&P – select protocol AT&R – CTS/RTS mode
AT&S – DSR mode AT&T – tests/loops
AT&V – list profile AT&W – store profile
AT&Z – store/list number AT$B – set HDLC mode block size
AT$D – direct call AT$F – set HDLC mode flow ctrl.
AT$I – data guard AT$L – activate SW download
AT$S – set rate adapt. prot. AT$X – extended ISDN info output
AT%C – charging information AT%H – ISDN history buffer
AT%I – ISDN connection status AT%M – select menu
AT%P – portlines status AT%S – ISDN statistics
AT%Y – X.25 history buffer AT#D – set/read date
AT#T – set/read time ATM – read/write backup masks
ATV – read alarm log (volatile)
OK
OK
ATV
Event-Logfile auslesen
content of volatile event log:
ev a date time a event
8 0 01.01.90 00:00 0 Power-on-Reset
1 1 01.01.90 00:00 1 Leased Line L1 off
1 1 01.01.90 00:00 1 Leased Line L1 off
OK
OK
AT%M
Konfigurationsmenü-Aufruf
OK
C O N F I G U R A T I O N
^C : leave config menu
<CR>: changes to higher menu
1 data port 1
3 ISDN
4 OMC(Operating & Maintenance Center)
5 access control
INPUT :
parameters not saved
Configuration terminated
OK
***************************************************************************************************************
Quelle:datahelpsolution.de