Freiheit statt Angst 2013

20.000 Menschen demonstrierten auf der Großdemonstration ›Freiheit statt Angst‹ gegen Überwachung und für Bürgerrechte und Datenschutz. Wir reisten aus ganz Deutschland an, um Flagge für starke Bürgerrechte und gegen den Überwachungswahn zu zeigen. Forderungen nach Rechenschaft der Regierung und echten Anstrengungen für den Datenschutz standen im Mittelpunkt. Der NSA-Skandal kann nicht ausgesessen werden! Warum sind immer noch Verfassungsfeinde in unserer Regierung?

 

Seit 2006 gibt es „Freiheit statt Angst“-Demos gegen staatliche Überwachung. Doch am Samstag durften mehr Menschen daran teilnehmen: Gerade wurden neue Unterlagen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden bekannt. Danach werden auch verschlüsselte Daten systematisch geknackt.“Freiheit statt Angst“: Unter diesem Motto demonstrieren zur Stunde mehrere tausend Menschen in Berlin. Die Demo richtet sich gegen Datenausspähung im Netz und gegen staatliche Überwachungsprogramme.

Aufgerufen haben unter anderem Bürgerrechtsgruppen, die Gewerkschaft Verdi, der Chaos Computerclub, Linke, Grüne und die Piratenpartei.

Mehrere Redner riefen dazu auf, die aktuelle Bundesregierung abzuwählen und ernteten dafür Applaus. „Wir wollen sicher vor Überwachung leben. Dafür gehen wir heute auf die Straße, und dafür gehen wir in zwei Wochen an die Wahlurne“, rief Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung den Demonstranten zu.
Der amerikanische Internetaktivist Jacob Appelbaum betonte die Vorreiterrolle von Deutschland als Land, in dem Datenschutz vielen Menschen besonders wichtig sei. „Es gibt keine solchen Proteste in meinem Land“, sagte er über die USA. Die Demonstranten rief er auf, von deutschen Diensten und der Politik Konsequenzen zu verlangen. „Wenn Deutschland umschwenkt, schwenkt der Rest um.“  Die NSA-Debatte verstärkt dabei den Protest.

Die „Freiheit statt Angst“-Demonstrationen finden seit mehreren Jahren regelmäßig statt. Aktuell verstärkt wird der Protest durch die Debatte um die Ausspähung von Internetdaten und E-Mail-Verkehr durch amerikanische und britische Geheimdienste. Auch der Bundesnachrichtendienst ist in diesem Zusammenhang in die Kritik geraten.

Die Demonstrationsteilnehmer fordern Aufklärung über Art und Umfang der Überwachung. Viele wollen auch das Abkommen aussetzen lassen, das die Weitergabe von Fluggast- oder Bankdaten an die USA regeln.“Vorratsdatenspeicherung, Prism, Tempora, Drohnen, Bestandsdatenauskunft, die elektronische Gesundheitskarte: Die Überwachung unseres Lebens wird immer lückenloser. Der Staat und die Wirtschaft rastern uns, werten uns aus und dringen immer mehr in unsere Privatsphäre ein“, heißt es auf der Internetseite der Initiatoren.

Fotos von mir  /  Bilder 2 (extern)

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Floh

Was fehlt hier (auf dem FSA-2013-Video)?

Meiner Ansicht nach:

1. Der „Kameramann“ dieses yt-Vids selbst (eine Unsitte desselbigen, der sich leider stets scheut, sich auf solcherlei Dokumentationsmaterial selbst festzuhalten 😆 ).

2. Eine ganze Menge mehr Teilnehmer, die auch gegen den Status Quo der Überwachung aufbegehren hätten müssen: bei approx. 20.000 ist angesichts der jüngsten „Offenbarungen“ eine ganze mehr Menge Potential nach oben hin möglich, um sich die elementarsten und konstitutionell zugesicherten Fundamente unserer Verfassung – Freiheit, Demokratie und Menschenrechte – zurückzuerorbern.

3. kann ich sogar mit Leichtigkeit sagen, was dort zu viel war: die Gegenwart FDP – eine Scheinheiligkeit, die ihresgleichen sucht, ist sie doch als Koalitionspartner der CDU vollumfänglich in sämtl. Abhör-Unterfangen dies- und des Atlantiks jenseitiger Aktivitäten der Geheimdienste informiert, involviert und partizipiert an deren freies Schalten und grenzenloses Walten.

4. …was zu viel gewesen wäre: die Anwesenheit der Etablierten: allen voran der CDU, ist sie doch immerhin Hauptakteur und zeitgleich ein attraktiver Spielball der USA, der die politischen Grenzen für eine absoluten Überwachungs- und Polizeistaat zulasten der in 2. genannten Grundwerte öffnet – Neuland-Imperatorin Angie und Supergrundrecht-Freddy seien Dank.

5. Es wäre nicht das Schlechteste gewesen, wenn sich die in 5:03 erwähnte „kleine Dummheit“ in Hinsicht auf einen insbesondere in der Piratenpartei Hannover einschlägig bekannten und permanent durch seine penentrant-cholerische Art auffällig gewordenen Piraten dort „multipliziert“ hätte und er von Begleitwagen zumind. auf Nimmerwiedersehen Richtung Murmanks davongeschliffen worden wäre – das täte uns im hiesigen Verband zukünftig jede Menge Nerven ersparen. 😆

Liebe Grüße an alle Leser und Manu
Floh

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