Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Um 8:12 Uhr betrat der Kursleiter den Raum und fragte unsere Namen ab. Waaaas, nur 3 Personen? Es sollten ja eigentlich 16 hier sein! -Mein Name stand nicht auf der Teilnehmer-Liste.
Dann wurden Unterlagen verteilt, die man ausfüllen sollte: Eine „Abtretungserklärung“, ein „Formular für Fahrtkosten“, ein Dokument, wo man festhalten solle, „wann und wie oft man zu seinem Minijob fahre“ sowie eine „Erstunterweisung“.
Man soll hier auf 39 Stunden in der Woche kommen wg. eines „Vollzeit“-Nachweises für die Arbeitslosen-Statistik.
Anstatt Fahrtkosten bekäme man wöchentlich Fahrkarten vom Träger.
Ein „Jobcoach“ müsste von jedem ein „Profiling“ erstellen. Und wir müssen auch eine „Zielvereinbarung“ machen.
Die „Teilnehmervereinbarung“ würde nach der Führung ausgegeben. Bei dieser wurden keine Fluchtwege gezeigt, auch nicht, nachdem ich danach fragte. Ich unterzeichne gar nichts, auch keine Brandschutzunterweisung.
In „Einzelfällen“ möchten sie erreichen, dass man seinen Minijob aufgibt, um einer „sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung“ nachzugehen.
Außerdem möchten sie unbedingt Kontakt mit dem „Minijob-Arbeitgeber“ aufnehmen. – Ich dachte, ich höre nicht richtig!
Der „Jobcoach“ mahne einen beim SB ab, wenn man hier nicht genügend „mitwirke“. Außerdem gäbe es allgemeine, aber auch sogenannte „Pflichtmodule“ während der Massnahme. Wir sollen uns dieser Willkür unterwerfen.
Dann saßen wir gelangweilt herrum und sollten ein Deutsch- sowie einen Medienkompetenz-Idiotentest machen. Außerdem ein Fragebogen über persönliche Stärken und Schwächen ausfüllen. Danach wurde ein Bewerbungstrainingstext ausgegeben.
Anbei mal alle Unterlagen – 12 Unterschriften werden verlangt !!11 Unterschrieben habe ich rein gar nichts, was dem Dozent sauer werden ließ.
Ich habe Probleme mit: dem „Vertrag“, insbesondere bei folgenden Punkten:
2. „Einwilligung zur örtlichen Verlegung“
5.9 „Laufzettel soll man einholen und Anwesenheitsbescheinigungen vorlegen“
8. „Persönliche Daten werden in ‚Karteien‘ gespeichert“
10.1 Hausordnung?..,..die ich nicht bekam!
Blatt „Datenschutz“ unter Punkt
„2.1 Berichterstattung“
Blatt „Anweisung EDV“ ‚Nutzung und Verwertung von Schutzrechten‘ ‚Alles Know-How und geistiges Eigentum erwirbt die Bildungseinrichtung. […]Jeder Verstoß verpflichtet zu Schadensersatz‘
Blatt Einwilligungserklärung ‚Personenbezogene Daten, Jobportal, …‘
Blatt Einverständniserklärung ‚familäre Situation, Wohnsituation, persönliche Bedingungen, etc…‘
Man fühlt sich auf Schritt und Tritt überwacht.
„Einzelgespräche“ sollen Morgen geführt werden. Was ist noch an diesen 17 Seiten „bedenklich“? Wie sollte man ein Verbot mit dem Hinweis auf das BDSG formulieren, Informationen über mich an Dritte weiterzugeben?
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Hallo…würde ich nicht unterschreiben..hast du eine EGV vorher unterschrieben?… BDSG – Einzelnorm …
Beruf dich auf deiner Zuweisung und nix unterschreiben. Dann hat der träger ein problem. Ohne unterschrift kann der mit dir nicht arbeiten
Immerwiederhin gehn und solange bis man dich wieder nach haue schickt
Sinnvoll wäre es auch, wenn du dir vom MT bestätigen lässt, dass du dort gewesen bist. Nicht, dass der hinterher beim JC behauptet, du wärst nicht erschienen. Ansonsten schließe ich mich den beiden Vorrednern an : Nichts unterschreiben und solltest du noch so sehr dazu gedrängt werden.
Unerträglich. Ich bin ziemlich von der Rolle geraten, als ich deinen Bericht las. Genau diese Maßnahme sollte mir vor längerer Zeit ebenfalls aufgezwungen werden. Allerdings raffte die Dumm-SB noch rechtzeitig, dass ich nicht zur Zielgruppe gehörte, da ich keinen Minijob hatte…
Hallo ich habe keine EGV unterschrieben und auch sonst rein gar nichts bei dieser SinnlosMaßnahme.
Trotz allem befinde ich mich (in der 2. Woche von 8-17 Uhr) im offenem Vollzug.
Wir werden genötigt, uns jeden Tag in eine Anwesenheitsliste mit An -und Abkunft (Uhrzeit) einzutragen.
Denjenigen der diese täglich kontrolliert, bat ich mir doch bitte auch meine Anwesenheit zu bestätigt. Daraufhin wurde ich von ihm ausgelacht !
Als ich zum 2x mal bei meinem Dozenten nachfragte, wurde ich nur lapidar an eine andere Person verwiesen.
Beim 3x nachgefragt, haben sie den „Teamleiter“ geholt und dieser sagte, dass sie mir erst eine „Anwesenheitsbescheinigung“ ausstellen, wenn ich Ihre Anwesenheitsnachweise unterzeichne. Dies kann ich nicht tun, da ich Angst habe, dass sie meine Unterschrift fälschen.
Danach bekam ich vom Dozent ein „Qualifizierungsnachweis“, wo ich meine „Tätigkeiten hier“ mit Zeit eintragen soll.
Ausserdem ein „Nachweis von Eigenbemühungen“, wo ich Meine Bewerbungen mit Firmenname, Ergebnis, Bemerkungen und woher ich die Stelle habe, angeben soll. Ich fragte ihn erstmal wozu er diese Daten von mir bräuchte und was mit diesen geschieht? Meine Eigenbemühungen muss ich laut VA nur bei meiner SB einreichen. Er meinte dann zu mir, diese werden in Ihr System eingetragen (Verbis?) und an das Jobcenter übermittelt.
Hierzu muss ich leider einen Widerspruch verfassen.
(Ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter, wie hier der Maßnahmeträger, kann nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben und verwerten(§ 4a des Bundesdatenschutzgesetz.)
Meine Daten und Unterschriften (Willenserklärungen) gehören mir.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Zitat:
Meine Eigenbemühungen muss ich laut VA nur bei meiner SB einreichen
welcher VA? hab ich was verpasst? oder meinst du die Zuweisung zur Maßnahme?
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Zitat:
Er meinte dann zu mir, diese werden in Ihr System eingetragen (Verbis?) und an das Jobcenter übermittelt.
Du hast denen dazu doch keine Einwilligung gegeben, oder? Wenn die das trotzdem gemacht haben, dann würde ich die aber auf den Pott setzen. Eventuell mit Hilfe des Datenschutzbeauftragten.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
… geistiges Eigentum erwirbt die Bildungseinrichtung.
Ist schonmal offener Rechtsbruch und in DE schlichtweg gar nicht zulässig.
Den „Dozenten“ bzw. den Maßnahmeträger sollte man dringends einmal auf die Nichtübertragbarkeit des gesetzlich gesicherten Urheberrechtes und die sich daraus ergebende Sitten- wie auch Rechtswidrigkeit solcher Klauseln hinweisen.
Sie auch: ~> UrhG – Einzelnorm
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Hannover, den 24.02.2013
Datenweitergabe gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter, wie hier der Maßnahmeträger, kann nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben und verwerten (§ 4a des Bundesdatenschutzgesetz).
Mit einer Datenweitergabe meiner persönlichen Daten oder meiner Papierakte an Dritte, speziell an das Jobcenter erkläre ich mich nicht einverstanden.
Mit Hinweis auf § 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG fordere ich Sie auf, mir Auskunft zu erteilen, welche Daten außer der oben aufgeführten Adresse Sie über meine Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen diese stammen.
Desweiteren fordere ich Sie auf, mir den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten mir gegenüber offen zulegen.
Desweiteren untersage ich Ihnen die Übermittlung dieser Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche Sperrung (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG) sowie eine schriftliche Bestätigung über diese Maßnahmen.
gez.
Vorname Nachname
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
—————————————————————–
So übergebe ich das denen, wenn die Datenzecken mich wieder belästigen.
Zitat: Ich würde das sofort abgeben.
__________________
Die ersten Tagebucheinträge:
28.02.13:
Test für Modul 2.5.1 geschrieben. Man sollte in diesem „Test“ u.a. die geschönte Arbeitslosenstatistik angeben.
Neueste Erkenntnis dank Renitenz: Die Module wären kein „Zwang“, allerdings sollte man alle abarbeiten.
Alle Teilnehmer wurden gefragt, was sie denn heute hier tun würden
Ich antwortete: „Das frage ich mich jeden Tag auch hier“.
Daraufhin meinte der Dozent, dass ich hier wohl „unterfordert“ wäre.
Die anderen gaben brav an, dass sie heute mal wieder Bewerbungen schreiben würden.
27.02.13
Der Dozent kennt immmer noch nicht die Namen der Teilnehmer, obwohl manche hier schon seit 3 Wochen rumsitzen. Er fragt, was wer heute hier macht und trägt es in seine Kartei ein.
Heute darf niemand Essen oder trinken hier rumliegen haben, weil Prüfer vom Schrottcenter im Hause wären.
Ein Jobcouch kommt rein und fragt, wieso ein Teilnehmer zu spät kommt.
Wo kommen sie jetzt her? Der Teilnehmer meinte nur, dass er seinen Bus verpasst hätte. Der Jobcouch schreit ihn aber an: „Werden sie hier nicht pampig.“ Der Teilnehmer entschuldigt sich, aber der Jobcouch schreit ihn immer noch an, was das denn solle und das er hier pünktlich erscheinen müsste.
Interessanterweise hat sich mir mein Jobcouch noch nicht vorgestellt.
Ein Laufzettel für 5 Module vom soz. Päd. würde ausgestellt werden, wenn man daran teilnähme.
13:27 Uhr: Die ersten Teilnehmer schlafen vor ihren Arbeitsblättern ein.
Der neben mit ist schlau und zieht sich einen Film über Kopfhörer rein.
Der vor mir schnarcht so laut, das ihn der Dozent mit „Guten Morgen !“ aufwecken muss, weil es die anderen stört.
26.02.13
Eine neue Teilnehmerin fragte, ob sie die Vertragsunterlagen zur Prüfung mit nehmen kann.
Der Jobcouch erwiderte dies entschieden mit einen: „Nein, sie müssen das unterschreiben“.
Untertänigst unterschrieb sie daraufhin ohne murren 8x, obwohl sie die 17 Seiten nur „überflogen habe“. Am nächsten Tag kam ich mit ihr deswegen ins Gespräch und sie bereute es.
Nach der Pause kam eine Frau rein die Schrie: Was ein Kindergarten hier! So ein Saftladen, ich kommme nicht mehr her hier. (tatsächlich habe ich die nie wieder hier gesehen)
9h werden gezählt +8h Freitag = 44h 39h braucht man aber nur.
Ein Soz. Päd stellte sich vor mit Sprechzeiten für Drogenprobleme, Schulden, Kommmunikationstraining oder einer Deutsch-Schulung.
Laufzettel mit „Modulteilnahme“ werden verteilt.
Angeboten werde so etwas wie: Körpersprache, Outfit-Beratung, Sprachtraining und „Rollenspiele“ wären Pflicht.
„Wer möchte heute mit kommen?“ -Keiner meldete sich, oder wollte dort hin.
Der Dozent meinte daraufhin: „Müssen“ tun sie es alle sowieso!
Der Typ von gestern kommt rein und sagt das es ihn nicht gut geht und er krank seie, wir sehen uns dann nächste Woche wieder.
Der Dozent deutet an, unliebsame nach „München“ zu verfrachten, damit sie dort ihre angebliche „Selbständigkeit“ unter Beweis stellen können.
10:40 Uhr Dozent zum Teilnehmer: Wenn sie bei Facebook sind, können sie auch bei der Jobbörse ihren Lebenslauf veröffentlichen. Einmal im Internet gewesen und Daten angegeben, dann sind diese ja eh für immer gespeichert.
Datenschutzerklärung, Einwilligung … ach alles bla… Bestätigen und weiter !
Jobcouch: Wenn sie einen neuen Arbeitsvertrag haben, dann müssen wir den erstmal hier einsehen.
25.02.13
Ein neuer Teilnehmer hier war eben cool drauf: Er hat sich erstmal zu Mittwoch krank schreiben lassen, und fragte ob ich auch einen gelben Schein bräuchte. (rofl)
Dann ging er hin und her im Raum und wieder weg, nachdem er sich austragen musste. Begründung: (er ist selbständig und muss mal arbeiten).
Sämtliche Vertragsunterlagen knickte er zusammen und schmiss sie ungelesen in die Ecke.
13:03 Uhr: Ohne das ich es wusste, hat sich mein Jobcouch gewechselt.
Ich sollte nun den PC-Raum verlassen und wurde „in einen anderen“ verfrachtet.
Dort reichte ich noch mal meine „Datenschutzerklärung“ ein, der Dozent fand sie „interessant“ und reichte sie weiter.
Er meinte zu mir, er mache den Job hier schon 7 Jahre und es gäbe „Massnahmen“ wo die Mitarbeiter doch viel härter mit den „Hilfebedürftigen“ umspringen. Dieser Träger hier wäre doch „harmlos“ (und ich solle mich doch fügen).
Test geschrieben, neues Modul 2.5.1 angefangen in der man nach den geschönten AL-Zahlen suchen muss und diese in eine „Liste“ eintragen soll.
Während ich das durcharbeite, nervte der Dozent und fragte mich aus, als was ich wo arbeiten will. Ich erzählte es ihm, und er sucht mir Stellen raus, von denen ich bereits genügend hatte. (ohh nein, er kann selber recherchieren)
22.2.13
Ich bekam schon wieder vom Dozenten einen „Qualifizierungsnachweis“, wo ich doch bitte meine Tätigkeiten hier eintragen soll. (kann er nicht mal etwas für sein Geld tun?)
Ausserdem ein Zettel wo ich Meine Bewerbungen (Nachweis von Eigenbemühungen) mit Firmenname, Ergebnis, Bemerkungen und woher ich die Stelle habe, angeben möge.
Ich fragte ihn erstmal wozu er denn diese Daten bräuchte und was mit diesen geschehe.
Er meinte, diese würdene in Ihr System eingetragen (Verbis?) und an das Jobcenter übermittelt.
Hierzu musste ich leider einen Widerspruch verfassen.-(Ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter, wie hier der Maßnahmeträger, kann nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben und verwerten(§ 4a des Bundesdatenschutzgesetz).
Ich will hier aus dem „offenen Vollzug“ nur noch raus.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Ich bezweifel, dass die Dein Datenschutzschreiben befolgen. Wenn Du auch Zweifel hast, würde ich die mal dem Landesdatenschützer mitteilen. Du befürchtest eben, dass die sich nicht daran halten.
Mir fällt nur noch eine Krankmeldung ein. Die Machenschaften dieses MT sind ja wohl geeignet, auch die stabilste Gesundheit anzuschlagen.
Merkwürdig ist, dass der Laden dich immer noch behält, obwohl du nichts unterschrieben hast.
Dein „Maßnahmen-Tagebuch“ ist nebenbei aufschlussreich zu lesen. Wenngleich einem durchweg das Kot*en überkommt, über die Praktiken in diesem Laden.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Dein Tagebuch ist echt spannend und errinnert mich an meine BvB Maßnahme, die allerdings nicht von der FAA war.
edit: und ja, nimm dir einfach AUs. Die Fehlquote in meiner Maßnahme war so exorbitant hoch und es hat niemanden gejuckt. Du musst da nicht vergammeln, vorallem nicht wenn du merkst, dass du da jeden Tag bekloppter wirst. Hol dir mal nen gelben für ne woche, danach fühlst du dich wieder erholter und kannst dir wieder ein paar tage davon reinziehen. Wenn du merkst es geht wieder nicht mehr holst du dir den nächsten gelben… immer so weiter
Er meinte zu mir, er mache den Job hier schon 7 Jahre und es gäbe „Massnahmen“ wo die Mitarbeiter doch viel härter mit den „Hilfebedürftigen“ umspringen. Dieser Träger hier wäre doch „harmlos“ (und ich solle mich doch fügen).
Ich war in meinem Leben schon in drei Maßnahmen und alle drei waren ziemlich harmlos im Vergleich zu deiner.
Ich frage mich daher schon, was dieser Typ unter „harmlos“ versteht.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Würde da mal ne Spycam mitnehmen und schön aufnehmen und dann mal schön verteilen, irgendeiner wird daraus ne schöne Reportage machen.Oder mal dem JC geben dass die mal sehen was abgeht wenn die keine „Kontrolle“ machen.
01.03.13:
Schade, unser Dozent ist heute nicht im Hause.
Dabei wollte ich ihm auf seine alltäglichen Frage hin, „Was wir denn hier heute machen“ mit: „Meine Lebenszeit vergeuden“, antworten.
Da wir jetzt keine Betreuung haben, herrscht Chaos.
Es ist sehr laut hier. Alle reden durcheinander und das in x-verschiedenen Sprachen gleichzeitig.
Vorhin habe ich mal den Raum der „Jobcoaches“ von innen gesehen.
Dort sitzen bis zu 4 Personen und „verhören“ einzeln die Teilnehmer.
Diese Räumlichkeit werde ich unter allen Umständen vermeiden.
Falls sich aber das Erscheinen dort doch als unvermeidbar herausstellen sollte, so verkünde ich denen, das ich Angst habe, und sie bitte doch einen Termin bei meinen Beistand vereinbaren mögen. Wo steht das überhaupt geschrieben, dass ich hier mit denen in ein Hinterzimmer gehen muss ?
Die Teilnehmer unterhielten sich heute darüber, das sie jede Woche 4-5 € zuwenig Fahrtkosten von der FAA erstattet bekommen. Auf Nachfragen beim „Jobcouch“ würde nicht eingegangen.
Der Teilnehmer vor mir wundert sich mit anderen, wieso in seiner bereits unterschriebenen „Vereinbarung“ steht, dass er vom „25.02.2013“ bis zum „28.06.2013“ hier teilnimmt.
(4 Monate, statt wie die vom Jobcenter verkündeten 3).
Mehrere TN melden sich und äussern, dass sie auch 4, statt 3 Monate hier sein sollen.
Zitat:
Mehrere TN melden sich und äussern, dass sie auch 4, statt 3 Monate hier sein sollen.
Maßgebend ist das was mit dem JC vereinbart ist. Denn das JC schließt mit dem MT den Vertrag ab. Wer weiß, was die da blind unterschrieben haben und ob das so haltbar ist. Beim JC nachfragen.
04.03.13:
Wir sitzen wieder alleine ohne Dozent im PC-Raum. Plötzlich kommt ein Jobcouch rein und raunt jemanden an:
„Pause ist um 9:00 Uhr und nicht um 8:57 Uhr! Können sie keine Uhr ablesen?“
Dann: Es hat jemand hier „Urkundenfälschung“ betrieben! Er habe sich um 8 eingetragen, aber war erst um 8:33 Uhr da.
Ich frage mich, woher er das wissen will, wo wir doch den ganzen Tag allein hier rumsitzen. Ist hier etwa eine versteckte Kamera?
„Wenn ihr euch hier nicht benimmt, melden wir das dem Jobcenter! Die wollen nämlich wissen, ob ihr vermittelbar seit.“
Dann wurde jemand aufgefordert, eine Rechnung über seinen Autoverkauf vorzulegen.
Jemand anderes wurde gefragt, wie er sich seine Zukunft vorstellt und ob er ein Alkohol/Drogenproblem habe.
Er verneinte dies und deutete an, dass er nur Abends sein Bierchen trinkt.
Damit gilt er hier jetzt wohl als offizieller Alki.
Eben kam hier ein Mitarbeiter von der FAA rein und wollte wissen, was für eine Ausbildung, Staatsangehörigkeit etc.. jemand hat.
Auf die Frage hin, wozu er dies wissen wolle, kam die Antwort: Och, das ist nur für die Statistik…
Bis 17 Uhr waren wir dann auf uns alleine gestellt. Interessant war zu erfahren, dass mein Kollege -mir gegenüber sitzend- hier schon zum 3x mal einsitzt.
5.3.13:
Gemecker am frühen Morgen. Jemand wäre kurz vor der „Abmahnung“ weil er zu viele Fehlzeiten habe.
Einen Dozenten haben wir nicht, ab und zu kommt jedoch irgend ein Mitarbeiter hier rein.
Mitarbeiter: Eine ZAF Namens wolni ist im Hause. Diese wäre eine sehr gute Firma.
Wer Interesse hat zu einen „Infogespräch“, der möge jetzt bitte in den Raum x gehen. Die ersten Teilnehmer packen ihre Sachen ein und wollen gerade los gehen, da kommt plötzlich ein Jobcoauch rein und droht: „Wer dort nicht hin geht, wird von mir beim Jobcenter gemeldet.“
Der Dozent (mit der Fahne) vom Nebenraum sollte alle Namen aufschreiben, die dort nicht hin gehen.
13:00 Uhr: neues Modul 2.5.3 „Vorstellungsgespräch – Grundlagen“ bekommen.
14:30 Uhr: Kommunikationstraining in einen anderem Raum. Was ist Kommunikation? Jeder sollte sich vorne hin stellen, und 3 Emotion mimen. So ein Mumpitz. Gerüchteweise, soll das 12 wöchige Aktivierungs/Bewerbertraining hier pro Teilnehmer 3700€ kosten.
Zum ersten mal kommt ein Jobcouch zu mir und unterbreitet mir Stellenangebote für Hilfstätigkeiten.
Das „Jobcenter“ meint, wir sollen ihnen diese geben und sie müssen sich hier eintragen, wann und wo sie sich beworben haben.
Dieses werde ich aber aus Datenschutzgründen nicht tun und verwies auf das Jobcenter. (dort soll ich meine Bewerbungen vorlegen)
Auf welcher Rechtsgrundlage tauschen die Daten mir dem JC aus? Ich habe Ihnen keine Einwilligung darüber gegeben.
6.3.13:
Der Drucker hier funktioniert immer noch nicht, da der Toner seit 5 Tagen leer ist.
Obwohl ich als letzter zur Pause den Raum verlies, motzt mich der Dozent an, ob ich nicht mal auf die Uhr geschaut hätte.
Ich gucke auf meine Uhr: es ist genau 9:00 Uhr.
Dann erfuhren wir, das unser Dozent Herr Wilde nicht mehr kommt, weil er keinen „Bock“ mehr hätte.
Dafür fordert ein Jobcouch hier ständig von den Teilnehmern Bewerberdaten ein.
Seit Mittag sitzen wir mit 3 Teilnehmern alleine im PC-Raum und schlagen uns die Zeit tot.
Der Umgangston ist so schlimm, das der Dozent im Nachbarraum schon einmal vor 3 Jahren hier gekündigt hat.
7.3.13:
Heute sitzen bei uns mehr ein. Bis um 10:50 Uhr lungerten wir herum, lasen Zeitung oder surften im Netz.
Dann kam ein Mann herein, den ich hier noch nie in dieser Etage gesehen habe, und schreit meinen Namen in den Raum.
Er stellt sich neben mich und redet mich von der Seite an, das ich gefälligst mitkommen solle!
Ich frage: Warum ? Er meinte daraufhin, das er mit mir unter 4 Augen reden wolle.
Daraufhin sage ich das er dies gerne auch hier tun könnte. Dies wollte er nicht, sondern das ich ihm jetzt gefälligst folge.
Ich verkünde, dass ich ohne Termin und Beistand jetzt nirgends hingehen werde. -Er verschwand.
Der Dozent vom Nebenraum kommt rein und meckert über die Leute die Essen und Trinken rum liegen haben.
Es sei verboten ! Ausserdem stehe in der Hausordnung, das niemand Ohrstöpsel am Kopf haben dürfte.
Ich frage ihn, wer die Hausordnung hier denn bekommen habe? Wurde jemand in Kenntnis darüber gesetzt? Hat sie jemand unterschrieben?
Daraufhin meinte er, diese hänge dort draussen im Flur und das er mit mir nicht diskutieren werde.
5 Minuten später hat mein Nachbar seine Kopfhörer wieder im Ohr und schaut weiter seinen Film. ;-D
Ein Teilnehmer meint: Ich glaube die haben zu viel langeweile hier.
Jedenfalls sei der Umgangston hier schlimmer als beim Bund wo er 8 Jahre beruflich tätig war.
16:02 Uhr: Jobcoach fragt, ob hier wer wüsste, wann der „Grosskotz“ der hier vorne rechts sass, abgehauen ist.
Er habe sich nicht ausgetragen und bekäme dann eben jetzt die nächste Abmahnung, die von ihm, an das Jobcenter übermittelt würde.
Dann fing er an jemanden zu erzählen, was er in seine Bewerbung schreiben „müsse“.
8.3.13:
Jemand neues sitzt neben mir und nervt. Ständig versucht er mir irgendwelche Gespräche aufzudrängen.
Bis Mittags unterhalten sich hier sämtliche Teilnehmer in verschiedenen Sprachen über Gott und die Welt.
Wir sind wie immer, auf uns alleine gestellt.
Es ist so laut hier, das man sich nicht konzentrieren, geschweige denn auch nur irgend etwas lesen kann.
Ständig gehen Leute ein und aus oder fragen mich, wie ihr Computer funktioniert, was sie wo ausfüllen sollen, oder wo hier ein Locher sei.
Ich verweise auf den (nicht vorhandenen) Dozenten.
Mitarbeiter: Eine ZAF Namens wolny ist im Hause. Diese wäre eine sehr gute Firma.
Wer Interesse hat zu einen „Infogespräch“, der möge jetzt bitte in den Raum x gehen. Die ersten Teilnehmer packen ihre Sachen ein und wollen gerade los gehen, da kommt plötzlich ein Jobcoauch rein und droht: „Wer dort nicht hin geht, wird von mir beim Jobcenter gemeldet.“
Der Dozent (mit der Fahne) vom Nebenraum sollte alle Namen aufschreiben, die dort nicht hin gehen.
Was mich interessieren würde, hast du an dem Gespräch teilgenommen?
Zitat:
die zaf wollny (familienbetrieb)ist mir bekannt, ebenso die firmenchefin frau wollny. jedenfalls lernte ich sie vor jahren kennen, als ich vom sozialamt (noch vor hartz4 zeiten) dahin gejagd wurde.
frau wollny selbst war recht umgänglich und fair, empörte sich damals über das sozialamt die ihr einen sichtlich kranken schickte, den man – so ihre aussage -sowieso erstmal zu einer vernünftigen (!) fortbildung schicken müsse um wieder anschluss im erlernten beruf zu finden (ich bin gelernter speditionskaufmann).
als ich ihr sagte ich hätte die massgabe vom amt mir eine möglichst kostenlose weiterbildung zu suchen, ist die gute frau fast explodiert.
in meinem beisein hat sie bei meiner damaligen sb angerufen und diese nach allen regeln der kunst zusammengefaltet.
das war das erste und auch das einzige mal dass ich erlebt habe , dass sich eine zaf überhaupt näher für sein klientel interessiert geschweige denn einsetzt.
wenn nur noch ein kleines bisschen von dieser einsatzfreude vorhanden ist, dann wäre diese zaf wollny das geringere übel im gegensatz zu anderen aus der branche.
Aha. Diese Firma ist mir mal im JC angepriesen worden, der SB behauptete, er sei gut mit denen bekannt, die Bude sei „renommiert“ und habe schon viele Preise gewonnen Ist wohl eine ganz enge Zusammenarbeit, was?
Zitat:
Wer Interesse hat zu einen „Infogespräch“, der möge jetzt bitte in den Raum x gehen. Die ersten Teilnehmer packen ihre Sachen ein und wollen gerade los gehen, da kommt plötzlich ein Jobcoauch rein und droht: „Wer dort nicht hin geht, wird von mir beim Jobcenter gemeldet.“
Wär interssant zu erfahren, ob die das wirklich machen, und ob es Konsequenzen hat.
Edit: Über die Zustände bei der Maßnahme könnte man sich glatt schlapp lachen – wenn es nicht so traurig wäre
Aha. Diese Firma ist mir mal im JC angepriesen worden, der SB behauptete, er sei gut mit denen bekannt, die Bude sei „renommiert“ und habe schon viele Preise gewonnen Ist wohl eine ganz enge Zusammenarbeit, was?
die wurde vor zig jahren schon angepriesen. nun wurde ich ja nicht von denen in den ‚pool‘ aufgenommen. darum und weil die chefin meine damalige sb frisch gemacht hat, ist mir die firma in positiver erinnerung.
vielleicht wäre das anders wenn ich dort eingestellt worden wäre.
Übrigens: Hier mal die Antwort auf meine Anfrage zur Auskunftserteilung gemäß § 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG und der Offenlegung/Sperrung sämtlicher zu meine Person betreffenden Daten.
Sehr geehrter Herr *****,
zu Ihren im o. g. Schreiben genannten Punkten möchte ich Ihnen
mitteilen. dass wir nur die uns zur Verfügung gestellten Daten des
JobCenter Region Hannover (Name, Vorname) gespeichert haben.
Während der Teilnahme an der Maßnahme halten wir Ihre Anwesenheit
fest, dokumentieren maßnahmebezogene Aktivitäten und
Leistungsverhalten. Diese Daten werden 2 Jahre nach
Maßnahmenende gelöscht. Sie können Ihre Daten nach schriftlicher
Anfrage beim T eamleiter einsehen.
Eine Datenweitergabe an Dritte wird nur nach Rücksprache mit ihnen
ausgeführt.
Bei Fragen stehe ich Ihnen geme zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
FAA Bildungsgesellschaft mbH‚ Nord
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Wenn die das dann auch so handhaben ist das in Ordnung. Wäre dann aber der erste Maßnahmeträger der das auch hinbekommen würde.
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Die nächsten Tagebucheinträge werden bestimmt wieder amüsant
So ein Schwachsinn dieser Scheiss
Standard AW: Zwangsmassnahme FAA Nord in der Tannenbergallee
Zitat:
Eine Datenweitergabe an Dritte wird nur nach Rücksprache mit ihnen
ausgeführt.
Gehört für die da auch das Jobcenter dazu? Das bezweifel ich nämlich.
Datenauskunft / Weitergabe gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Sehr geehrter Herr xxxx,
am 22.02.2013 teilte ich Ihnen mit, dass ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter, wie hier die FAA mbH, nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben und verwerten (§ 4a BDSG) darf.
Mit einer Datenweitergabe meiner persönlichen Daten oder meiner Papierakte an Dritte, speziell an das Jobcenter, erklärte ich mich sowohl schriftlich als auch mündlich nicht einverstanden.
Daraufhin teilten Sie mir am 08.03.2013 schriftlich mit, dass eine Datenweitergabe an Dritte nur nach Rücksprache mit mir ausgeführt würde. Daher ergeben sich daraus für mich insbesondere nachfolgende Fragen:
Ist in dieser vorab durch mich einzuwilligenden Datenweitergabe auch die Korrespondenz zum Jobcenter einbegriffen, denn immerhin waren ihnen mein Name/Vorname bis zum Tage meiner Zuweisung nicht bekannt?
Welche Daten von mir wurden hier daher seitens des Jobcenters konkret an sie übermittelt?
Des Weiteren stellte ich bei Ihnen eine Anfrage gemäß § 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG und forderte Sie damit auf, mir Auskunft zu erteilen, welche Daten – außer des Namens sowie der oben aufgeführten Adresse – sie über meine Person gespeichert haben und aus welchen Quellen diese stammen.
Auch bat ich Sie, mir gegenüber den Verwendungszweck sämtlicher meine Person betreffenden Daten unverzüglich offenzulegen.
Diesem Auskunftsersuchen sind sie bis zum heutigen Tage in keinster Weise nachgekommen. Stattdessen haben Sie mir angeboten, meine Daten nach schriftlicher Anfrage beim Teamleiter einzusehen. Dieses kann kaum ein zufriedenstellendes und angemessenes Angebot Ihrerseits darstellen, denn wann außerhalb der hier einzusitzenden Zeiten von 8:00 – 17:00 Uhr soll mir dies terminlich möglich sein? Warum ist es Ihnen nicht möglich, mir diese schriftlich zukommen zu lassen? Wieso ist diese Maßnahme ausschließlich für geringfügig Beschäftigte vorgesehen, deren Status ich in Ermangelung eines Minijobs nicht innehabe?
Ferner untersagte ich Ihnen die Übermittlung meiner Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten forderte ich eine unverzügliche Sperrung (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG) sowie eine schriftliche Bestätigung über diese Maßnahmen.
Auch hierzu musste ich mit Bestürzung feststellen, dass ihrerseits nicht einmal eine bestätigende Rückmeldung dazu erfolgte.
Wenn keine Daten von mir an Dritte weitergegeben wurden/werden, dann bleibt insbesondere der im völligen Gegensatz zu ihrem Schreiben stehende Umstand, dass dies nur gegen meine Einwilligung erfolgt, zu erklären, wieso einer Ihrer Mitarbeiter aktiv und rege mit meiner persönlichen Sachbearbeiterin des Jobcenters kommuniziert. Welche Daten wurden/werden an dieser Stelle über meine Person ohne meine Einwilligung ausgetauscht?
Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen daher wiederholt und letztmalig die Gelegenheit, ihre Versäumnisse bzgl. der Datenherausgabe mit Fristsetzung zum 25.03.2013 nachzukommen.
Sollte dies wiederholt nicht passieren, behalte ich mir weitere Schritte gegen Ihr Unternehmen vor, um dies zu erzwingen. Diese umfassen im Mindesten die Inkenntnissetzung des regionalen Datenschutzbeauftragten über diesen Missstand.
Mit freundlichen Grüßen
x y
11.03.13:
Es gibt immer noch kein Toner zum drucken. Ein Teilnehmer beschwert sich darüber und wird in Zimmer 310 geschickt.
Dort wird er wieder nach draussen geschickt und wartet sinnlos.
12 Uhr: Ein anderer Teilnehmer kann sich nicht mehr konzentrieren und haut einfach ab.
Jemand, der sich beim Arzt morgends Blut abnehmen lassen soll, wird gesagt er solle das gefälligst nach 17 Uhr beim Arzt machen.
13:45 Uhr: Der neben mir schaut sich jetzt Pornos an. Keine Ahnung wie er das bei dieser Internetzensur hier macht.
Solange er nicht auf den Tisch wichst, ist mir das egal.
Irgend so ein Knaller bekam von seinem Jobcouch mehrere ZAF Firmen wo er sich bewarb und zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wurde.
Er war so optimistisch, das er vorsorglich schon einmal seinen Minijob kündigte. Leider hat es mit seiner Zeitarbeit nicht geklappt.
Bis 17 Uhr unterhielten sich die Teilnehmer selber und wünschten sich dann einen „schönen Feierabend“. Welchen sie wohl meinen?
12.03.13:
Ab und zu kontrolliert ein Mitarbeiter von der FAA unseren Raum. Dazu schaut er kurz über den Türrahmen.
Des Weiteren kommt mehrfach am Tag ein Jobcouch vorbei und kontrolliert die Anwensendheitsliste.
Ich habe Ohropax in meinen Ohren. Trotzdem höre ich die Leute noch rumgröhlen. So versuche ich bei dem Krach hier, tatsächlich Bewerbungen zu schreiben.
Den nervigen Typen neben mir ignoriere ich komplett.
Eben wurde erzählt, dass jeder pro Woche ein Modul zum „Lernen“ bekäme. Ich bekam schon lange keines mehr.
Um 11:00 Uhr kommt wer rein und ruft: „Die Selbstständig tätigen gehen bitte jetzt in den Raum 7.“
Bis um 17 Uhr lesen die Teilnehmer irgend etwas. Wieder ist jemand eingeschlafen und liegt mit seinem Kopf auf dem Tisch.
Niemand kümmert sich um uns.
Ich habe Rückenschmerzen vom vielen rumsitzen. (8-17 Uhr)
Hier ist man geistig unterfordert und das kann psych. nicht nur zermürbend sein, sondern dauerhaft krank machen.
Der einzigste Zweck ist eine staatliche Überewachung von erwerblosen Personen.
Deshalb gibt es hier auch sozial Pädagogen die „Vertrauen“ erwecken sollen sowie Jobcouches die rege Daten (Verhalten, Pers. Verhältnisse, etc..) an das Jobcenter übermitteln.
13-15.03.13: Krankgeschrieben
18.03.13:
Heute bekamen wir eine neue Dozentin. So richtig deutsch sprechen kann sie aber nicht. Sie kommt aus der Ukraine.
Ein Mitarbeiter will mich nötigen zu unterschreiben und fängt mit mir eine Diskussion an.
Ich teile Ihn mit, dass er die Anwensendheitsliste unterschreiben solle (Sein Job) und ich hier keine Einwilligungserklärung abgebe.
Daraufhin redet er auf mich ein, dass dies jeder hier „müsse“ und ich auch. Ich muss ihm mehrfach klar machen, dass ich hier gar nichts
unterschreiben „muss“ und er aufhören soll mich zu nötigen. Endlich nimmt er es zur Kenntniss.
Dann fragte er andere ob sie nichts zu tun hätten und meinte sie sollen die anderen nicht von der „Arbeit“ abhalten.
Welche Arbeit er wohl meint?
Eine Teilnehmerin fragte, ob sie aufs Klo gehen darf. Antwort: „Ja, -so streng sind wir dann doch nicht.“
Ein Teilnehmer hat immer noch keine Monatskarte von der FAA bekommen und muss um hierher zu kommen, ein Tagesticket lösen.
Dem Jobcouch interessiert das nicht, er nimmt seine Fahrkarte und schmeisst sie weg.
Ein Dozent wundert sich, wieso ich hier als einzigster ohne Minijob in der Massnahme sitze und verweist mich (so wie alle bei Fragen) an meinen mir namentlich nicht bekannten Jobcouch.
(In der 5. Woche wo ich hier sitze, hat sich kein neuer mir vorgestellt)
Ein neuer Teilnehmer ging zum 4 Augen Gespräch eines Jobcouches und kam erst nach einer Stunde zurück.
19.03.13: Ein Jobcouch stürmt die Bude und ruft meinen Namen. Er fragt mich, ob ich über eine geringfügige Beschäftigung verfüge?
Ich offenbare ihm, dass ich keinen Minijob habe und hier bereits in der 5. Woche einsitze. Daraufhin meinte er jetzt meine SB kontaktieren zu müssen, da diese Massnahme nur für Personen mit einem Nebenjob wäre. Ich fragte mich, auf welcher Rechtsgrundlage er mit meiner SB Daten austauscht und meinte noch, dass sie doch selber davon Kenntniss habe, woraufhin er verschwand.
Es ist ständig etwas los hier und wie immer nervig laut.
Die Teilnehmer versuchen miteinander zu kommunizieren, um sich hier die Zeit tot zu schlagen.
Der Drucker funktioniert immer noch nicht und die neue Dozentin sitzt relativ still vorne auf ihrem Platz.
Durch sie scheint sich offenbar nichts daran zu ändern, dass die Leute unterfordert durch die Gegend jumpen oder sich gegenseitig unterhalten.
Endlich gibt es mal etwas zu lachen: Eine Frau die bei REWE arbeitet macht dem ihr aufdringlich werdenden Teilnehmer bewusst, dass „Ausländer sie sexuell nicht erregen“. Die Teilnehmer spielen Kartenspiele auf ihrem PC oder gucken mittels eigens mitgebrachten Kopfhörern kinox.to, welches seltsamerweise (noch) nicht zensiert ist.
20.03.13
Was machen die eigentlich mit den ganzen Daten die man hier offenbaren soll? Fragt ein Teilnehmer.
Ich antworte: Die werden in deren Datenbank aufgenommen. -Alle lachen und glauben mit nicht.
/me: Ahso, in eurer Teilnehmervereinbarung steht nichts von Datenbanken?
Oh, ähh -die haben sie nach dem unterschreiben nicht mehr zurück bekommen.
Was die hier für einen Schwachsinn labern geht auf keine Kuhhaut mehr.
Eben kommt wer rein und meint ich soll meine Sachen packen und nach Hause gehen. Ich sitze in der falschen Massnahme.
Ich teile Ihn mit, dass ich dies gerne schriftlich hätte. Angeblich falsche #Massnahme. Das merken die nach 5 #Wochen. #nichtsunterschrieben
– ENDE der Sinnlosen Zwangsmassnahme. – \o/
Drecksladen sag ich dann wohl nur!
und mit so etwas unkompetentem arbeitet das JoCenter zusammen… Diese Leute wollen Jugendliche in Arbeit bringen?!
Private Probleme interessiert dort garkeinen. Dann heisst es andere haben auch Probleme und kriegen das hin mit dem Job und und und…
Ich dachte ich wär im falschen Film.
Diese Leute sollten sich lieber mal anhören was doch los gewesen ist & nicht direkt das schlechte in einem Menschen sehen und so denken das man ja faul sei oder sonstwas.
Jugendliche die eine Chance auf eine Ausbildung haben sollen alle in Arbeit gebracht werden hauptsache die Statistik sinkt?
Ich appeliere an den gesunden Menschenverstand aller in diesem Land:
STOPT DIES!
Leute die lieber eine Ausbildung machen würden einen Job erlernen wollen die werden in Arbeit gebracht & so zum Teil die berufliche zukunft zerstört.
Ist doch Klar das Fachpersonal in Deutschland mangelware ist…
FAA DUISBURG -War die Rede von!