Erfahrungsbericht Blutspende: Bewusstlos in Ohnmacht gefallen / Zusammengeklappt


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Am Dienstag, den 23. August 2011 war ich mit Markus zum ersten mal in der http://mhh.de/, um 450ml Blut zu spenden. Das war ja mal ein Erlebnis.

Nach dem ausfüllen von X- Fragebögen wurde der Blutdruck (136/85 Puls 76) und auch der Hämoglobinwert gemessen. Ich hätte einen sehr guten (Eisenwert) von 16 g/dl wurde mir gesagt. (Laut Wikipedia ist die Höhe des Hämoglobinwertes maßgeblich bei der Zulassung zur Blutspende.)

Dann wurde mir aus meinen rechten Arm ca. 40ml Blut für die Proben abgenommen. Es folgte die eigentliche Blutspende von 450ml (welche laut Assistentin sehr viel wog. Ich meine es waren 670Gramm). Mein Blut kam mir auch deutlich dunkler vor, als das der anderen.

Danach saß ich mit meinen Bekannten im Gang, als er plötzlich mitten im Gespräch kreidebleich wurde. Er kippte langsam seitlich vom Stuhl. Panik! Sofort holten die Schwestern eine Liege und trugen ihn weg.

Nun saß ich ganz allein im Gang. Nach ein paar Minuten stand ich auf und schaute mich mal um. Ein grosser Fehler!  Ich schaute mir das Bild an der Wand an, auf dem die verschiedenen Blutgruppen verzeichnet waren. Da wurde mir auch schon schummerig. Ich bekam einen Tunnelblick. Ich setzte mich wieder. Dann bemerkte ich noch, wie sich mein Gedankengang änderte (Irgendwie dachte ich so unlogisch) dann wurde mir sehr komisch und ich bekam starke Halluzinationen.

Der letzte Gedanke war: „Das geht bestimmt gleich wieder…“. Sekundenbruchteile später war bei mir kein Bewusstsein mehr vorhanden. Filmriss!  -Ich nahm weder von mir noch von der Umgebung, auch nur irgendetwas wahr. Zeit und Raum waren nicht mehr existent.

Jemand anderes hörte wohl einen Knall (wie ich zu Boden fiel) konnte dies aber nirgends zuordnen. Erst einige Zeit später, sah mich ein Mann von der Rezeption. Da liegt doch jemand im Gang?

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Dann hörte ich Stimmen und wachte kurz auf, um mich auf einer Liege schleppen zu lassen. Ich erkannte diese nur verschwommen und wie in einer Art Tunnelblick. Dann fiel ich -wie ein Sack- neben ihr (auf den Boden). Meine Brille lag unter mir und eine Helferin nahm sie wohl weg. Dass ich auf die Knie fiel und mir gegen die Seite vom Kopf stiess, -davon bemerkte ich nichts! Ich träumte (minutenlang angeblich); war in einer völlig anderen und ruhigen Koma -Welt.

Als ich (auf dem Boden) langsam wieder das Bewusstsein erlangte, war ich zuerst der Meinung ich täte dies Zuhause in meinem Bett !
Doch dann sah ich wie immer mehr Menschen um mich herum standen und jemand von diesen meine Beine hoch hielt, -damit ich wieder Blut in den Kopf bekäme.
WTF!  Ich wurde auf eine Liege gesetzt und mehrfach angesprochen. Ob ich denn wohl noch meinen Namen wüsste?

Mir wurde sehr kalt und ich bekam ein Blutdrucksteigerndes Medikament. Mein Blutdruck lag danach aber immer noch bei: 95/60 Puls 76 ! -Sie wollten mich in die Notaufnahme bringen und riefen dort  schon einmal an.

Mein Blutdruck schien sich dann aber wieder zu stabilisieren. Das einem schummerig würde und man weniger Kraft nach einer Blut Spende hätte, sei aber normal meinte die Helferin. Ich solle auch nicht hyperventilieren.   Ich trank über 1 Liter Wasser und ass etwas.
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Zuhause hatte ich dann 144 /89 Pul 90
Meine Atmung hörte sich auf dem Weg dorthin aber schwer an, meinte Markus. Ich bemerkte bei mir leichte Sprachstörungen und konnte viel langsamer laufen (vor allen beim Treppen steigen)

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Mein Zweite Blutspende am 4.03.2012:

Wir assen ordentlich Frühstück und tranken viel  (ich 2 Liter).

Um kurz nach 10 waren wir in der MHH. Nach allen Check´s (Mein Hämoglobinwert lag wieder bei 16 g/dl) konnte es dann los gehen.

Auf der Liege war alles noch cool. Doch nachdem die ersten 300ml geflossen sind, wurde mir sehr schummerig. (Wobei man sagen muss, dass ich dort nur dumm drin lag und auch nur gegen die Decke schaute)

Die Krankenschwester mass -während der Entnahme- meinen Blutdruck. Nachdem sie mir das Ergebniss von 95 zu 60 mitteilte, legte sie meine Beine noch etwas höher. Desweiteren, sollte ich meine Bein-Muskeln bewegen, um noch mehr Blut heraus fliessen zu lassen.

Dann war die Entnahme auch schon fertig (genug  -450ml)  und ich lag dort noch mindestens 20min.Plötzlich find meine Nachbarin auch an weg zu treten.   Mir gab man etwas zu trinken und ich durfte mich langsam schon mal aufrichten und ging Richtung Cafeteria.

 

Regeneration des gespendeten Blutes :

Der Blutverlust durch eine Blutspende wird nach der Entnahme in nachstehender Reihenfolge ausgeglichen:
Kreislaufregulation innerhalb von 20 Minuten
Flüssigkeitsausgleich innerhalb von 24 Stunden
Plasmaeiweißersatz innerhalb von zwei Tagen
Ersatz von Blutzellen innerhalb von zwei Wochen
Ausgleich des Eisenverlustes innerhalb von acht Wochen, bei Frauen auch länger.

Wenn Du unter der Blutabnahme sehr aufgeregt wirst, dann kommt es zu einer Aktivierung sowohl der blutdrucksteigernden (diese überwiegen) wie auch der -senkenden Einflüsse.
Wenn dann nach der Abnahme die Erleichterung kommt und die steigernden Reize wegfallen, dann hat man einen Überhang an senkenden und das Haut einen dann um.

Das Personal im Spenderaum erkennt meistens schon vorher was gleich kommt, da hat der Spender selbst nicht mal Ahnung davon. Wenn der Spender nach der Spende aufsteht, sollte er sich möglichst noch einmal in Ruhe hinsetzen und zumindest etwas trinken. Bewegung ist auch gut, nur das Stehen auf der Stelle ist kontraproduktiv. Es ist zu beobachten, dass der stehende Spender eher dazu neigt Kreislaufprobleme zu bekommen. Bemerkt man selbst, dass man etwas zu schwächeln beginnt, sollte man sich am besten sofort hinsetzen, besser noch hinlegen und die Beine hochlegen. Man kann ja dem Umfallen zuvor kommen, denn in der Tat ist dabei die größte Gefahr, dass man sich beim Fallen verletzt. Der Blutverlust alleine führt nicht zu Kreislaufproblemen, denn dann hätte das ja jeder Spender. Oft ist eine mangelnde gute Ernährung und ausreichende Getränkezufuhr vor der Spende schuld. Auch Stress und Aufregungen führen zu Kreislaufproblemen.

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29.05.13: Die bei der Vorkontrolle gemessenen Eisenwerte  lagen bei mir bei 15,8 (15zu8) und 15.5 bei Markus. Mein Blutdruck:138 zu 84. Beim Spenden wurde mir aber schon wieder bei 300ml schummerig. Nachdem ich dies der Schwester mitteilte, miss sie meinen Blutdruck. Dieser betrug nur noch 70 (mm Hg) Systole zu 30 (mm Hg) Diastole.

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floh

Wo ich gerade Deine Blutspende-Berechnung mit dem iterativen schrittweisen 10%-Spendeverlauf lese:
Dabei handelt es sich mathemat. um eine geometrische Reihe mit dem allg. Bildungsgesetz:
= a1*q^n
Im Fall der Blutspende würde es lauten:
= 100%*(9/10)^n
(9/10 = „Reduktionsfaktor“ von 90%, n = Anzahl der Spenden)

Daraus folgt: Du kannst beliebig häufig 10% Deines Blutes spenden, würdest aber immer einen Teil Deines alten zurückbehalten (Durchmischungen mit neuem außen vorgelassen). Erst wenn Du unendlich häufig gespendet hast, ist das Blut vollständig ausgetauscht. Bedeutet: 100%*(9/10)^n = 0 für n→∞ (sprich: „n gegen unendlich“).

Aber wir könnten z.B. mal die Annahme machen: Wie häufig muss ich Blut spenden, bis weniger als 1% meines alten Blutes vorhanden ist?

Also:
100%*(9/10)^n < 1%
(9/10)^n < 1/100
n*ln(9/10) < ln(1/100)
n > ln(1/100)/ln(9/10)
n > 43,709…
< 44 Daraus folgt, dass Du mind. 44mal spenden musst, bis weniger als 1% Deines alten Blutes im Körper verbleibt bzw. mehr als 99% gespendet ist! Nach langem Palaver nun zu Deiner Frage: 😆
Ich vermute, dass der Körper in etwa genauso viel neues generiert, wie ihm zuvor entnommen wurde. Aber es ist durchaus denkbar, dass er hierbei sogar etwas mehr produziert (es wurden ihm 0,5l entnommen und erzeugt möglicherw. 0,6l). Vermutl. setzt er aber nicht a priori voraus, dass er regelmäßig zum Aderlass muss und daher in weiser Voraussicht gleich mal etwas mehr produziert. Da gibt es sicherlich Steuerungsmechanismen (Enzyme, Hormone usw.), die die Gesamtblutmenge konstant halten

Aber das bleibt nur eine subjektive Hypothese meinerseits, denn leider konnte ich auch nach längerer Recherche keine genaue Antwort darauf finden. Fest steht aber, dass ein Blutverlust von mehr als 1,5-2l tödlich ist und dass man pro kg Körpergewicht ca. 0,07-0,08l besitzt (Bsp.: 75 kg * 0,07 l/kg = 5,25 l).

Floh

Hi zusammen!
Ich bin besagter Markus in Manus Erfahrungsbericht und möchte hier mal meinen Blickwinkel als Blutspender zum Besten geben, auch um Manus Bericht zu komplettieren. 😉

Erst einmal einen ganz großen Dank an meinen Kumpel Manu: zum einen für Dein Mitkommen, zum anderen für Deine Aufmunterung (denn wäre ich dort alleine aufgekreuzt, hätte ich spätestens nach dem Lesen des 45 Fragen fassenden Vorab-Fragebogens auf dem Absatz wieder kehrt gemacht) und ganz besonders für den echt coolen und lustigen Tag mit Dir: so ernst und wichtig Blutspende ist, kann man sowas auch mit ganz viel Spaß verbinden – so wird die eigentliche Blutspende zur Nebensache und alles viel relaxter 🙂

Nun zum eigentl. Prozedere:
Einfältig wie wir beide waren, sind wir als Erstspender völlig unvorbereitet und ahnungslos dorthin geradelt, und nach ca. 15km und einigen Umwegen schließlich leicht abgekämpft an der MHH angekommen.
Nach dem Ausfüllen eines umfangreicheren Fragebogens zu persönl. Daten, evtl. Vorbelastungen, akuten, chron. sowie patholog. Krankheiten, ein paar Vorabuntersuchungen (Blutdruck, Eisen- und Hämoglobinwert-Ermittlung) und einem kurzen ärztl. Informationsgespräch, erfolgte nach insgesamt 45 Min. (inkl. Wartezeit) bereits die eigentl. Blutspende:
Man nimmt zusammen mit 5-6 anderen im Blutspenderaum bequem auf einer Liege Platz, eine kl. Kanüle wird gesetzt und schon fließt fast völlig unbemerkt das Blut in eine 0,5l-Kartusche. Nach ca. 15 Min. ist diese gut gefüllt und man kann nach ca. 10-15min. Pause zum kostenlosen Verköstigen bereits Richtung Cafeteria und schließlich nach Hause gehen.

Leider lief das Ganze bei uns nicht ganz so reibungslos ab, wie ursprünglich angedacht, was wohl primär daran lag, dass wir dort als Erstspender ca. 10-15% mehr Blut spenden müssen (für detailiertere Blutchecks) und in unserer Arglosigkeit dort recht unvorbereitet aufgeschlagen sind: Vorab hatten wir sicher schon zu wenig gegessen/getrunken, waren nach der Fahrt bereits ausgepowert, hätten nach der Spende die Pausenzeiten einhalten sollen und ließen uns möglicherweise (als psycholog. Effekt zu verstehen) autosuggestiv durch andere kollabierte Patienten beeinflussen:
Frisch und munter wie wir beide uns nach der Spende gefühlt haben, haben wir uns erst einmal vergnügt unterhalten, als mir ganz plötzlich von jetzt auf gleich übel und schwindelig wurde, ich begann zu schwitzen, verlor meine Kräfte, konnte nicht mehr sprechen und rutschte langsam vom Stuhl (alles weitere kann ich nur noch Manus Schilderungen entnehmen). Als ich mich nach wenigen Min. Horizontallage, einem kalten Umschlag und einer Wasserflasche später wieder adäquat erholt habe, hörte ich nach kurzer Belehrung, dass (vermutl. Manu) bitte sitzen bleiben möge, die Schwestern erneut aufschreien – da wusste ich: auch Manu hat’s „erwischt“.
Meine Vermutung wurde bestätigt, als auch er blass wie Dracula kurz vor dem Hungertod, mit verdrehten Augen und fast „komatös“ 1 Min. später in den Spenderaum zurückgetragen wurde. Mein Kumpel reagierte weder auf leichte Wangenschläge noch war er ansprechbar, beinahe leblos. Ich stellte meine Liege wieder zur Verfügung und zusammen hievten wir ihn darauf. Allerdings konnte sich sein viel zu niedriger Blutdruck nicht so rasch wieder stabilisieren und man zog schon in Erwägung, ihn auf die Intesivstation zu legen. Ich machte mir echt Sorgen um meinen Freund. Aber ein Glück kam Manu nach langen und sorgenvollen 2 Min. endlich wieder zu sich, nachdem er das gleiche Rundumpaket + blutdrucksteigerndem Mittel erhielt. Nun hieß es nur noch Ausruhen, in der Cafeteria etwas essen und nach einem aufregenden und langen Tag langsam heimwärts.
Geläutert von unserer schlechten Vorbereitung, sind wir völlig erschöpft und mit schwerfälligem Gang mit der Bahn nach Hause. Sogar Manus Atem war schwerlich zu überhören und klang durchdringend und angestrengt wie der einer Galapagosschildkröte nach der Besteigung des Mount Everest. Auf jeden Fall waren wir am Ende beide so behäbig und fertig, als hätten wir Reinhold Messner nachgeeifert.
Daheim angekommen, bin ich nur noch tot ins Bett gefallen. Nach nicht mal 5 Std. Schlaf bin ich am nächsten Morgen wieder richtig frisch aufgewacht. Mein Kumpel Manu hatte leider nicht so viel Gluck, konnte die ganze Nacht nicht schlafen und kam erst spät aus dem Bett.

Also, Tipp an alle Blutspender: lasst Euch durch unsere Berichte nicht abschrecken. Insgesamt ist das eine sehr gute Sache, die Leben retten kann. Nur wenn man so unbekümmert wie wir dort aufkreuzt, können Spenden durchaus mit kl. „Zwischenfällen“ quittiert werden. Also bereitet Euch gut vor, esst/trinkt ordentlich, bringt Zeit und Ruhe mit und geht vor allem nicht alleine hin, sondern nehmt wie ich z.B. ’nen guten Kumpel mit: gemeinsam ist’s entspannter und viel lustiger 😉

Davon abgesehen bringt so eine Blutspende ja schließlich auch jede Menge Vorteile:
1. man rettet Patienten (z.B. Krebskranke) wie potentiellen Unfallopfern
2. eigene Blutproben werden auf die gängigsten Infektionskrankheiten untersucht (HIV, Hepatitis…), die ggf. innerhalb von 14 Tagen schriftl. mitgeteilt werden. Auch weitere Werte können ermittelt werden: Blutgruppe, Eisenwert. u.a.
3. nach der Blutspende ist der Körper genötigt, neues Blut zu generieren, was einer Art Entgiftungsprozess gleichkommt.
4. Vor, während, wie auch nach der Blutspende wird man stets von netten, lustigen und kompetenten Ärzten und Schwestern umsorgt. Die eigentliche Blutspende ist fast so schnell die Blutabnahme beim Hausarzt und völlig schmerzfrei.
5. bei der Blutspende kann und soll man jede Menge trinken (alles kostenlos und unbegrenzt, einschließl. Cafeteria-Besuch mit umfangreichem Buffet zum Vollstopfen).
6. Ferner erhält man je nach Spendedienst eine Aufwandsentschädigung von rd. 20-25€, einen Schwimmbadticket, eine Tombolateilnahme nach 3 Spenden/Jahr oder sogar die Auslosung eines NY-Flugtickets, und einen schicken Blutspendeausweis (mit Passfoto)
7. Möglicherweise wird man, sobald man selbst einmal ein auf Blut angewiesenes Unfallopfer wird, bevorzugt behandelt (aber das ist nur spekulativ).
8. man tut mit der Spende etwas sehr Wertvolles und kann sich gewiss sein, etwas Gutes vollbracht zu haben.
und bestimmt noch viele mehr….

Die Nachteile hingegen belaufen sich nur auf eine temporär (ca. 24h) eingeschränkte Leistungsfähigkeit und ggf. ein kl. Hämatom im Bereich des Einstichs.

Aber nichtsdestotrotz waren wir beide echt tapfer und haben alles ohne Schaden überstanden. Auf jeden Fall war es ein ganz besonderes Erlebnis, was ich nicht missen möchte. Wir haben auch schon den nächsten Blutspendetermin ins Auge gefasst. 🙂

Hoffentlich habe ich mit meiner Schilderung nun niemanden abgeschreckt, sondern eher zum Spenden aufgemuntert oder zumind. zum Nachdenken angeregt, auf diese Weise anderen und sich etwas Gutes zu tun.

Beste Grüße an alle Leser und ganz besonders an meinen guten Kumpel Manu! 8)

netfreak107 TRON107

wenn man beim ersten mal
10% Blut spendete hat man noch
90% altes Blut.

Beim zweitem mal:
10% erneut Spenden= -9%
81% altes Blut.

Beim dritten mal:
10% erneut Spenden= -8,1% vom alten Blut
72,9% altes Blut.

Beim viertem mal:
10% erneut Spenden= -7,29% vom alten Blut
64,98% altes Blut.

irgendwann ist das Blut nahezu komplett neu.

So und jetzt frage ich mich:
Stimmt es das der Körper irgendwann zu viel Blut produziert, da er annimmt, ständig neues zu benötigen, oder ist das nur ein Gerücht ?

Floh

Hey Manu, hallo liebe Leser! 🙂

Trotz aller nicht so guten Erfahrungen der ersten Blutspende haben sich mein Kumpel Manu und ich zu einem zweiten MHH-Besuch durchgerungen 🙂 (dieses Mal auf einen Sonntagmorgen, an dem bis mittags jeden 1. So. im Monat eine Blutspende angeboten wird).
Nachdem wir dieses Mal Passfotos für einen offiziellen Blutspendeausweis abgegeben haben, war das nachfolgende Prozedere wie beim ersten Tankstellen-Besuch: Fragebogen (persönl. Daten, gesundheitl. Vorgeschichte, Herz-Kreislauf- u.a. ansteckende Erkrankungen (AIDS, Hepatitis…), Medikamente, Verträglichkeit der letzten Spende & Gründe usw.), danach Eisenwert- und Blutdruckermittlung mit ärztl. Nachbesprechung – alles wie gewohnt kompetent und sehr freundlich.
Nach insgesamt gut 1 Std. nahmen wir auf komfortablen Liegen Platz, die Kanüle wurde gelegt und das Blut lief unbemerkt in einen Kunststoffbeutel. Sobald 450ml nach ca. einer Viertelstunde gezapft waren, ging ich nach weiteren 15 Min. Ruhepause erstaunlich munter, aber gemächlich in den Wartebereich zurück. Auch wenn vom ärztl. Personal geraten wurde, sich danach hinzusetzen, hat sich das bei der ersten Spende nicht als bewährt herausgestellt, weshalb ich dieses Mal besser in Bewegung bleiben wollte, langsam die Gänge rauf- und runtergelaufen bin und Arme und Beine bewegt habe. Aus der Ferne merkte ich bereits, dass Manu die Spende nicht gut vertragen hat: er verweilte dort länger, mehrere Male wurde sein Blutdruck gecheckt.
Nach rd. weiteren 20 Min. war ich erleichtert, dass auch Manu wieder auf den Beinen war. 🙂 Danach gingen wir beide geschwächt, teils leicht desorientiert, aber hungrig zur Cafeteria rüber, wo wir uns ordentlich die Bäuche am reichhaltigen Buffet vollgeschlagen haben.

Die Ärzte waren ohnehin überrascht, dass wir wiedergekommen sind, vor allem nachdem wir beide beim ersten Mal zusammengeklappt sind, besonders Manu traf es immer besonders hart 🙁 , weshalb uns wohl niemand verübelt hätte, wenn wir uns nicht wieder dort hätten blicken lassen. Obwohl wir dieses Mal recht gut vorbereitet aufgeschlagen sind (ausgeruht, nicht abgekämpft (da mit Auto), ordentl. gefrühstückt, jede Menge getrunken, schönes Wetter und die Erfahrungen der 1. Spende), scheint es doch noch weitere, auch persönliche Faktoren zu geben, die viell. die Konstitution, den aktuellen Blutdruck oder die aktuelle Tagesverfassung und -stimmung betreffen, die einem positiven Vorhaben im Weg stehen könnten und – trotz aller Vorbereitung und Vernunft – doch Komplikationen erzeugen können.

Am Wichtigsten ist aber, dass wir das am Ende zusammen doch einigermaßen überstanden haben, gesund wieder heimgefahren sind und etwas Gutes für andere und auch für uns getan haben. Vor allem folgt einer Blutspende auch immer ein Entgiftungsprozess, da dadurch tox. Stoffe ausgeschwemmt und Blut neu generiert wird (womit ich meinen ersten Erfahrungsbericht mit Punkt 9 erweitern möchte). Insgesamt war’s doch wieder eine erlebnisreiche und auch lustige Erfahrung. 8)
And Count Drac happily flies back to Transilvania, too, with a bag full of blood for his casket. 🙂

Beim dritten Besuch – wenn wir uns denn nochmal trauen sollten – erhalten wir dann hoffentl. endlich die langersehnte Blutgruppe und einen offiziellen Blutspendeausweis. 😉

Beste Grüße an meinen Freund Manu und alle Leser! 🙂

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