4Bei der DSL-Technik steckt eigentlich ATM dahinter. DSL ist es nur bis zur Vermittlungsstelle, auf der DSL-Leitung wird aber ATM angewendet, man benutzt dafür einen PVC (Permanent Virtual Channel, bei ATM VCI/VPI) und darauf wird dann die mögliche Bandbreite konfiguriert.
Bei der ATM-Technik wird mit Zellen gearbeitet und bei ATM ist ein Datenpaket (ATM-Zelle) 53Byte groß, davon sind 48 Byte Nutzlast (Payload) der Rest von 5 Byte ist für den Header bestimmt. (ähnlich wie bei IP, aber 2 ISO-Schichten darunter).
171 Zellen sind dann 64kbit, bei 1024Kbit sind dass dann 2736 Zellen. Rechnet man hier jetzt den reinen Payload (48/53) kommt man auf relativ krumme Werte für den eigentlichen PVC in der DSL/ATM-Verbindung. Dazu kommt dann noch der Overhead des IP-Protokolls dazu, was wieder ja einen Payload und einen Header hat.
Die "krummen Werte" könnten also von der Netto/Brutto-Rate von DSL/ATM und TCP/IP kommen, aber auch eben von den vorher bestehenden Datenraten von älteren Übertragungssystem welche in der Regel eine vielfaches von 64kbit sind.
Wer beruflich mit DSL und ATM arbeitet, der hat sich an die krummen Übertragungungsraten von DSL gewöhnt, wer seither nur ISDN-Verbindungen bzw. Standleitungen oder reine ATM-Leitungen kennt, der tut sich damit noch etwas schwer.