Wir haben in Deutschland „offiziell“ ca. 5 Mio “ Arbeitslose. Inoffiziell werden es einige mehr sein. (Sinnlose Maßnahmen, Kurzarbeit, 1€ Job, Minijobs)
Es ist einfach absurd zu glauben das -wenn man die Arbeitslosen unter ‚genügend Druck‘ setzt, diese schon einen Arbeitsplatz finden werden.
Es sind schlicht nicht genügend Stellen offen, um die Arbeitslosen-Zahl nennenswert zu senken.
Deshalb ist es nicht sozial, in diesem Zusammenhang von Menschen zu sprechen, die aufgrund persönlicher Probleme wie Alkoholkrank oder Depression oder eines Alters jenseits der 45 ’nicht wert sind‘ die Aufmerksamkeit einer öffentlichen Einrichtung wie einer Arbeitsagentur zu erhalten. Insbesondere, wenn man daran denkt, dass Arbeitslosigkeit – Perspektivlosigkeit – solche Erkrankungen direkt heraufbeschwört. Mitunter haben Kranke ein ganz besonderes Recht, dass man sich ihnen zuwendet. Was wäre denn die Alternative? Links (oder rechts) liegenlassen? Oder noch besser – Keulen wie BSE-kranke Rinder?
Wenn wir doch schon wissen, dass wir mindestens 5 Millionen Menschen nicht beschäftigen können – dann sollen wir doch die, die entweder nicht können (wegen Krankheit) oder die, die nicht wollen einfach ein menschenwürdiges Leben von unserer Geschellschaft finanziert bekommen. Um anderen, die wirklich arbeiten _wollen_ (davon gibt es wirklich genug) vielleicht die Chance auf einen Job zu ermöglichen. Hartz4 ermöglicht _kein_ menschenwürdiges Leben. Das weiss ich, denn ich kenne einfach zuviele Hartz4-Empfänger persönlich.
Dass ‚wir‘ kein Geld übrig hätten, um dieses zu finanzieren, kann nicht richtig sein. Das Vermögen in Deutschland wächst stetig. Nur die Verteilung der Reichtümer macht einen Konzentrationsprozess durch. So haben ‚wir‘ vielleicht tatsächlich kein Geld, wenn sich mehr als 90% des Vermögens sich bei weniger als 10% der Bevölkerung befindet. Weiters sollte man bedenken, dass das Arbeitslosengeld/die Arbeitslosenhilfe (Hartz4) nicht auf irgendwelchen Konten im Ausland verschwindet (denn so üppig ist es nicht, wird es nie sein), sondern direkt wieder in den Wirtschaftskreislauf einfliesst.
Diese Thematik betreffend habe ich hier auch einen schönen Link für Euch: http://www.dr-wo.de/schriften/feudalismus/feudalismus.htm
noch krasser ist der hier, wo man aktuelle Statistiken von Entlassungen und Insolvenzen sieht: egon-w-kreutzer
Es gibt einfach nicht mehr genügend Arbeit, der wachsenden Effektivität von Hard- und Software + Automatisierung sei Dank. Es wird wohl auch nie wieder genügend Arbeit in diser altbekannten Form geben. Es wäre daher dringend von Nöten, ein menschenwürdiges Existenzminium von Arbeitsleistung abzukoppeln. Andernfalls machen wir einem stetig wachsenden Teil unserer Bevölkerung das Leben zur Hölle. Und sehr viele von uns sind nicht gefeit ihren Job zu verlieren. Es ist darum einfach unklug, den ersten Stein gegen die Arbeitslosen zu werfen… 🙂
Jo, dem Ganzen kann ich nur zunicken. Und es wird leider noch VIEL Schlimmer kommen. Viele Beschäftigte, die heute auf den „Abschaum der Arbeitslosen“ herabsehen werden eines Tages selbst arbeitslos sein. Dies ist ein nicht mehr bremsbarer Prozess der sich überall in der Wirtschaft einschleicht und seine Spuren hinterlässt, wenn es bereits zu spät ist.
Zum Schluss sei noch gesagt: Eine Prozentzahl, die ich mir gar nicht zu nennen traue, der Arbeitslosen in Deutschland sind echte Opfer von Stellenabbau, Insolvenzen oder Firmenauslandsverlegungen!!!
Grüße von Mirko Nitschke aus Hildesheim
So, ab vorgestern bin ich auch Arbeitslos.
Meine Firma hat den kompletten Service/Support Bereich aus Kostengründen geschlossen…
Ich kenne aber eigentlich niemanden der auf „Abschaum der Arbeitslosen“ herabsieht, so wie du schilderst, es ist doch vielmehr schon was völlig normales keine neue Arbeit gefunden zu haben… 🙄
achso, ich bins, der -netfreak ! Bin gerade nich eingeloggt