Seit Monaten gab es keine Aufträge oder Gehaltsabrechnungen mehr.
Also ging ich mal in die Firma und fragte dort mal nach.
Dort bekam ich zu hören, dass mir die Gehaltsabrechnungen der letzten x Monate längst zugeschickt worden seien. ?!
Diese Aussage kam mir ja sehr spanisch vor. Mein Chef übersand mir doch noch nie je irgend ein Schriftstück per Post. Auch nach mehrmaliger Nachfrage, bekam ich -nichts.
Wohlüberlegt, übersendete ich ihm dafür jetzt mal ein Schreiben:
Hannover, den 13.08.2012
Gehaltsabrechnungen der Monate Mai bis Juli
Sehr geehrter Herr *******,
bis heute habe ich von Ihnen leider keine Entgeltbescheinigungen der Monate Mai, Juni und Juli erhalten.
Jeder Arbeitgeber ist nach §108 Gewerbeordnung (GewO) verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Abrechnung über die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts in nachvollziehbarer Textform zu erteilen.
Diese stehen dem Arbeitnehmer jeweils am letzten Arbeitstag im Monat zu.
Daher fordere ich Sie auf diesem Wege nochmals auf, mir oben genannte Unterlagen bis zum 20.08.2012 zukommen zu lassen.
Andernfalls sehe ich mich leider gezwungen, mich an das Gewerbeaufsichtsamt zu wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Nitschke
Plötzlich! Unglaublich… Es gab eine Reaktion! Nachzulesen anhand dieser E-Mail:
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Gleich am nächsten Tag, stattete ich ihm einen Besuch ab.
Dort sollte ich mir wohl wie ein kleines Kind vorkommen, als ich zu hören bekam, dass mein Schreiben vom Montag eine „Unverschämtheit gewesen“ sein solle.
Gelassen antwortete ich ihm, dass mein Schreiben ihn nun ja immerhin mal dazu gebracht hätte, mir -sogar noch am selbigen Tage- auch mal wirklich zu antworten. Endlich bekam ich ja mal eine Reaktion.
Meine mir zustehenden Unterlagen (Die letzte Abrechnung bekam ich in April, vor über 3 Monaten) – sollte er mir doch bitte aushändigen, statt immer nur zu meckern.
Der „Meister“ konterte daraufhin sofort damit, dass er mit mir nicht diskutiere und er mir meine Unterlagen auch nicht „ohne Unterschrift“ aushändige. (Hat er etwa Angst?)
Also unterschrieb ich ihm, dass ich die Kündigung am 15.08.2012 (die vom 14.06.2012 war) mit der Gehaltsabrechnung (vom 19.06.2012) erhielt.
Auf meinen darauffolgendem Kommentar hin, dass er mir jüngst doch noch niemals irgend ein Schriftstück postalisch zukommen lies, wurde er plötzlich aggressiv und schrie mich an:
„Ich solle seinen Laden“ jetzt sofort verlassen“ und: „Er möchte mich nie wieder hier sehen„.
Ich blieb gelassen und verabschiedete mich freundlichst.
Was lerne ich nun daraus? Gibt es ein Fazit ?
Aber, -na klar: Getroffene Hunde bellen eben.
Wow, das ist ja heftig. Dann hast Du’s jetzt also schwarz auf weiß, dass Du den Job los bist. Immerhin ist jetzt Klarheit geschafft und Du weißt, wo Du dran bist.
Gut, dass Du Dich mit dem letzten Schreiben derart dahinter geklemmt hast, sonst hätte sich vermutl. auch in 2 Monaten noch nichts getan.
Das einzige Unverschämt ist doch wohl eher, dass dieser Hr. Pancherz keine Anstalten gemacht hat, Dir auch nur irgendetwas zukommen zu lassen und die Chuzpee besitzt, Dich auch noch anzulügen, dass er die Abrechnungen schon abgeschickt hat.
Mhmm, ich als Nicht-Jurist würde sagen, dass eine rückwirkend zur Kenntnis genommene, erhaltene und bestätigte Kündigung nicht legitim sein kann. Der Arbeitgeber hat immer dafür zu sorgen, dass sowas in jedem Fall beim Betroffenen ankommt. Im Übrigen müsste er sich doch auch darüber wundern, dass er nach über 2 Monaten auf die angeblich abgesendete Kündigung immer noch keine Reaktion erhalten hat – da ist was faul, das stinkt zum Himmel.