4. April 2012 von Thomas Schneider
Darf Menschen, die nicht an den gekreuzigten und leibhaftig auferstandenen Jesus Christus glauben, ein Tanzverbot am Karfreitag auferlegt werden?
Natürlich nicht! Warum sollte man ungläubige auch diskriminieren und bevormunden?
War bei Gott nicht alles freiwillig?! Darf man plötzlich keinen freien Willen (den er uns gab) mehr haben?Mit dieser Frage beschäftigte sich der hessische Ableger der Piratenpartei Deutschland. Das Verbot sei, so sagen sie, “nicht mehr zeitgemäß”, beschränke die Rechte und diskriminiere “die Freiheit von Andersgläubigen, Agnostikern und Atheisten in unangemessener Weise”.
Gut erkannt !
Nun wollen die Piraten die Tanzsperre kippen, die im hessischen Feiertagsgesetz seit 1971 festgeschrieben ist. Sie rufen für Karfreitag ab 19 Uhr zu einer Tanz-Demonstration auf. Kurios dabei ist, dass sie offensichtlich nicht an Gott aber scheinbar an den Teufel glauben. Denn die Protestaktion der Blasphemisten steht unter dem Motto: „Zum Teufel mit dem Tanzverbot!“
Wer an Gott glaubt, muss auch die Existenz des Teufels hin nehmen.
Wer an den Teufel glaubt, muss auch die Existenz von Gott bezeugen.
Manche jedoch, glauben an beides nicht.
Wie bescheuert muss man also sein, um hier solch eine Unterstellung zu tätigen ?Das Aufbegehren der “Piraten” stellt Dreierlei klar. Erstens: Sie wissen nicht, was sie tun. Zweitens: Auch sie kommen um das Gericht Gottes nicht herum. Drittens: Gottes Geist kann auch Piraten zur Umkehr treiben. Für Letzteres dürfen Christen beten. Doch wählbar ist die Piratenpartei für Christen nicht! (Thomas Schneider)
Oh nein! Wie schlimm & böse, wir begehren „auf“ und haben eine Meinung ! Somit wissen wir also auch genau, was wir tun!
Steht uns nun allen der Untergang des Abendladens bevor?
Und:
Wieso wechselten gestern schon wieder ?80.000? CDU Wähler zu den Piraten?
Sind die jetzt alle von ihrem (nicht vorhandenen) Glauben abgefallen?
Aus welchem Jahrtausend kommt eigentlich der Schreiber?
Wie antidemokratisch ist sein Weltbild?
Kann man im digitalen Zeitalter noch mit Dogmen und Propaganda punkten?—
Herzlich grüsst
Jemand, der darauf aus ist, sein Anliegen vehement zu verteidigen, wird jeden Buchstaben, den er als Untermauerung seiner Thesen hernehmen kann, sezieren.
Offensichtlich hat der Autor spätestens in seiner dritten Ausführung („Aufbegehren der Piraten stellt 3erlei klar“) nicht erkannt oder gewusst, dass wir, die Piraten, für die Separation von Ökumene und Staat stehen, sowohl in ihren Organisations-, als auch Glaubensstrukturen.
Zweitens: seine Meinung insgesamt entspricht die eines sehr konservativen Menschen, der in seinem Weltbild vermutl. nicht vorangeschritten ist und neue Errungenschaften blasphemisch als Machwerk des Teufels abtut: Wir unterliegen in unserer sukzessiven Erweiterung unseres Erkenntnisstandes einem kontinuierlichen Wandel, der es voraussetzt, alte Bräuche ggf. über den Haufen zu werfen oder zumind. dem Zeitgeist anzugleichen.
Drittens: Für uns muss man nicht mehr oder weniger beten, als für andere auf der Welt. Vielmehr sollte man für ihn beten, dass er seine sehr harschen und starren Äußerungen viell. mal mit ein wenig Distanz objektiver zu betrachten und mit mehr Substanz zu fundamentieren versucht, als diesen nicht evidenten Mumpitz, den er kursieren lässt.
Ich vermute, zu denen ist auch der Kolporteur dieses haltlosen Unsinns zu zählen. Aber er ist als ausgewiesener Hardliner mit seinen Ansichten sicher in der Minderheit, sicher aber auch nicht mehr missionierbar. Soll er also das behalten, worauf er so pocht und für absolut hält: sein triviales Verständnis von unserer Welt, wie man sie nur einem Menschen andichten kann, der fernab jegweder gesellschaftlicher Strukturen lebt und sich jeder Innovation und jedem Wertewandel versagt hat. 😉